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Mietvertrag um ein Jahr verlängert

Asyl-Notunterkunft in Kremmen Mietvertrag um ein Jahr verlängert

Das Gebäude nahe der Kremmener Milchviehanlage bleibt für ein weiteres Jahr ein Asylbewerberheim. Der Landkreis Oberhavel hat den Mietvertrag bis Ende Februar 2017 verlängert. An den Plänen für den Häuserbau in der Altstadt ändert sich nichts, dass aber am Ende mehr als 300 Flüchtlinge in der Stadt leben, sei jedoch nicht geplant, heißt es.

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Das Thema Asyl bleibt in Kremmen ein großes Thema.

Quelle: imago stock&people

Kremmen. Die schon bestehende Notunterkunft für Geflüchtete nahe der Milchviehanlage in Kremmen bleibt bis Ende Februar 2017 bestehen. Ronny Wappler, der Pressesprecher der Kreisverwaltung, bestätigte das am Dienstag. Ursprünglich galt der Mietvertrag mit Malte Voigts bis Ende dieses Monats und ist nun gleich um ein ganzes Jahr verlängert worden. Es bietet Platz für bis zu 90 Menschen, momentan leben dort knapp 80 Personen.

An den Plänen für die nahe der Berliner Straße geplante Wohnanlage mit neun Häusern für bis zu 240 Flüchtlinge (MAZ berichtete) ändert sich nichts. „Da wir noch keinen verlässlichen Termin haben, wann die Häuser zur Verfügung stehen, wollten wir aber Planungssicherheit“, erklärte Ronny Wappler am Dienstag. Die Bewohner der jetzigen Notunterkunft würden dann in die neuen Häuser umziehen.

Seitens des Landkreises sei zum momentanen Zeitpunkt nicht geplant, beide Unterkünfte so zu füllen, dass am Ende bis zu 330 Geflüchtete in Kremmen leben. „Definitiv nicht“, so Wappler im Gespräch mit der MAZ. Man werde von der ursprünglichen Planzahl 240 für die Stadt Kremmen nicht abrücken, stellte er klar. Es gehe, so Wappler, weiterhin darum, die Flüchtlinge gerecht auf alle Kommunen des Landkreises zu verteilen. Der Verteilungsschlüssel betrage 3,2 Prozent der Einwohnerzahl, für Kremmen sind das 230 Geflüchtete. So könne es auch sein, dass die jetzige Unterkunft an der Milchviehanlage später leer stünde, wenn die neun Häuser in Betrieb seien. Andererseits könne es sein, dass die 240er-Kapazität in den neuen Bauten nicht voll ausgeschöpft werde. Dem Landkreis sei es bei der Vertragsverlängerung wie gesagt um Planungssicherheit gegangen, das gelte aber auch für Vermieter, so Ronny Wappler. Deshalb sei der Vertrag auch um ein ganzes Jahr verlängert worden.

So sieht das auch Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD): „Was blieb dem Landkreis anderes übrig?“, sagte er am Dienstagnachmittag. Durch die Streitigkeiten im Stadtparlament habe sich der Zeitplan für den Häuserbau verschoben, so Sasse, da habe eine Lösung hergemusst.

Auch wenn es derzeit nicht geplant ist, aus Sicht des Bürgermeisters sei es nicht das Problem, ob 240 oder mehr als 300 Flüchtlinge in der Stadt leben. Die Zusammenarbeit zwischen der Willkommensinitiative, den Paten und der Kremmener Verwaltung laufe sehr gut.

Für die etwa 100 Erntehelfer, die eigentlich in den Räumen unterkommen sollten, werden Ausweichmöglichkeiten geschaffen. Sie werden auf einem Gelände des Spargelhofes in Flatow unterkommen. Dort sollen Container aufgestellt werden.

Von Robert Tiesler

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