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Oberhavel Schüler taufen Königin der Blumen
Lokales Oberhavel Schüler taufen Königin der Blumen
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14:00 07.01.2016
Die Schüler haben in der Tonstichlandschaft wieder Orchideen gezählt. Im Vordergrund steht ein Sumpfsitter-Bestand. Quelle: Andreas Röhl
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Mildenberg

Die Orchideenfreunde honorieren mit dieser Ehre das Engagement der Schule im Naturpark Uckermärkische Seen, wo sich die Kleinen schon seit Jahren an der Pflege von Orchideenwiesen und der Zählung wilder Orchideen beteiligen. Welchen Namen die Kinder am Ende auswählen, steht noch nicht fest. Derzeit kann jeder Vorschläge unterbreiten. Die beste Idee wird am Wochenende, 26. bis 28. September, mit nach Berlin genommen.

Die Berliner Gruppe der Deutschen Orchideengesellschaft veranstaltet im Botanischen Garten ihre elfte Orchideenausstellung. Die Mitglieder sind bei ihrer Suche nach einem Taufpaten durch Zeitungen auf die Schüler gestoßen. In den zurückliegenden Jahren hat die DOG immer wieder Prominente für solche Aufgaben gewonnen, sagt Gruppenleiter Jörg Bohn. So waren schon Dieter-Thomas Heck, Loki Schmidt oder Roberto Blanco als Paten dabei. Die Berliner wollten aber für ihre erste Taufe jemanden, der sich mit dem Thema Orchideen beschäftigt.

Wie die auserwählte Orchidee aussieht, ist noch nicht klar. Nur eines ist sicher. Die Neuzüchtung kommt aus der Gärtnerei Lucke aus Neukirchen-Vluyn (Nordrhein-Westfalen). Einige neue Orchideenarten gibt es dort. Es werde ein Exemplar ausgesucht, das im September blüht. Sobald die Orchidee von den Kindern getauft ist, wird der Name ins internationale Orchideenregister der englischen Royal Horticultural Society eingetragen. Alle Kreuzungen von Orchideen, die aus den gleichen Elternpflanzen gezüchtet wurden, müssen später eben jenen Namen tragen, den die Mildenberger Schüler der ersten Züchtung dieser Art gegeben haben. „In gewisser Weise machen sich die Kinder damit unsterblich“, sagt Jörg Bohn.

Schüler erkunden die heimische Natur

Orchideen lieben kalkhaltige Böden. Deshalb fühlen sich die Pflanzen in der Tonstichlandschaft so wohl.
Der Bestand wilder Orchideen in der Region wird immer wieder durch Personen verfälscht, die gekaufte, bei uns nicht heimische Orchideen in die Natur pflanzen, sagt Naturpark-Rangerin Kathrin Lange.

Die Schüler sind zwei bis drei Mal im Frühjahr mit der Naturparkrangerin unterwegs und dann wieder im Herbst. Während im Frühjahr gezählt wird, müssen die Kinder im Herbst das Gras zusammenharken.
Ganz nebenbei sehen sich die Kleinen auch Amphibien an, die in der Tonstichlandschaft leben.

Für die Schüler der Mildenberger Grundschule wird die Taufe ein Erlebnis. Erst Ende vergangener Woche waren Mädchen und Jungen der Klassen vier bis sechs wieder gemeinsam mit Naturparkrangerin Kathrin Lange auf einer Wiese zwischen Döbert- und Pappelstich unterwegs, um Orchideen zu zählen. Sie fanden dort das Helmknabenkraut und das Große Zweiblatt und zählten die dort wachsenden Exemplare. „Die Kinder helfen uns beispielsweise bei der Pflege von Brandenburgs größten Bestand an Helmknabenkräutern“, sagt Kathrin Lange. Seit 2004 ist die Schule im Naturschutz aktiv. Mittlerweile gibt es auch einen Kooperationsvertrag. Initiiert hatte das die frühere Schulleiterin Karin Schulze, die auch in der vergangenen Woche wieder gemeinsam mit den Kindern auf den Wiesen unterwegs war.

Von Andreas Röhl

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