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Oberhavel Ministerin auf der Schulbank
Lokales Oberhavel Ministerin auf der Schulbank
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00:37 25.03.2018
Ministerin Britta Ernst, Landrat Ludger Weskamp, Bürgermeister Arno Dahlenburg und Schulleiter Dieter Starke hören Timo Schnelle zu, der Erläuterungen zur Ausstellung machte. Quelle: FOTOs: Uwe Halling
Zehdenick

Da musste die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst erst einmal kräftig durchatmen. Ad hoc von einem Thema zum anderen zu hüpfen, ging ihr in dem Fall doch zu flott. Die Yad-Vashem-Wanderausstellung „Ich bin meines Bruders Hüter – Die Ehrung der Gerechten unter den Völkern“ wirkten bei ihr nach. Die hatte sie Minuten zuvor im Oberstufenzentrum Zehdenick eröffnet. „Das ist mir eine große Ehre“, sagte sie vor Schülern, Lehrern, Bürgermeister, Landrat, Vertretern des Staatlichen Schulamtes und Gästen. „Es ist ja immer die Frage, wie wir die Erinnerungen an die Taten wachhalten, die von Deutschland ausgingen, zumal es immer weniger Zeitzeugen gibt“, sagte die Bildungsministerin am Vormittag. „Deutschland hat das Böse zugelassen.“ Die Ausstellung sei eine gute Möglichkeit, an die Taten zu erinnern. Gezeigt werden in der Ausstellung Infotafeln, auf denen die Schicksale von fünf Deutschen festgehalten sind, die verfolgte Juden im Nationalsozialismus schützten. Die meisten der Helfer wurden für ihre Taten deportiert oder ermordet. Laura Schwietzer, Hannah Zimniok, Niklas Heise, Erik Woidtke, Tim Thiele, Jeremy Britzke und Timo Schnelle führten durch die Ausstellung, die bis Mitte April im OSZ zu sehen ist, bevor sie weiter nach Düsseldorf wandert.

Bei ihrer Kreisreise – am Nachmittag besuchte sie noch die Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder – setzte sich Britta Ernst für ein paar Minuten in den Unterricht (12. Klasse). Annalena Wutke erklärte dabei, wie Produktpolitik funktioniert. Beispiel dafür: die drei Kekse Oreo, Neo und Ohio. Sie zeigte auf, dass alle einen unterschiedlichen Kilogrammpreis hätten (4,40 Euro, 5,60 Euro und 13,01 Euro), eine unterschiedliche Optik aufwiesen und von verschiedenen Firmen hergestellt würden. Ihr Fazit: „Es schmecken aber alle gleich.“

Und dann gab es noch die Runde mit Lehrern. „Wir haben eine bunte Mischung zusammengestellt“, sagte Schulleiter Dieter Starke. Dazu gehörten auch Seiteneinsteiger. „Am Anfang regten sich Schüler auf, weil sie so viel machen mussten. Jetzt merken sie, dass sie doch etwas lernen“, gab der Schulleiter Reaktionen zum Unterricht mit Seiteneinsteigern wieder. Berufsbegleitende Qualifizierungsprogramme sind dafür aufgelegt. 75 Seiteneinsteiger sollen dafür vorbereitet werden, um am 1. Februar 2019 in den Schulbetrieb zu kommen. 15 Monate betrage der erste Arbeitsvertrag, danach entscheide die Schule, ob derjenige weiterbeschäftigt werde. Britta Ernst hofft, dass die Seiteneinsteiger bei den Kollegen willkommen geheißen werden. Sie sagte, dass ihr aber auch Protestbriefe vorlägen, in denen sich gegen Seiteneinsteiger ausgesprochen wird. Britta Ernst hält die Seiteneinsteiger für unverzichtbar. Sie müsse es ebenso geben wie die Lehrer mit klassischer Ausbildung. Wert legt sie auch auf den digitalen Ausbau in den Schulen. Zwei Millionen Euro würden dafür in die Hand genommen.

Mit Sorge betrachtet wird unter Lehrern die Zahl der Schülerzahlen und die daraus folgenden Konsequenzen. „Wir können keine unterfrequentierten Klassen aufrechterhalten.“ Zehdenicks Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) vertritt die Meinung, dass es für das Land Brandenburg bei dem Thema nicht eine Formel geben könne. „Man muss differenzieren. Wir brauchen spezielle  Lösungen,  um  den Standort  zu erhalten und den Unternehmern die Basis nicht zu nehmen.

Von Stefan Blumberg

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