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Ministerpräsident sprach mit Azubis

Woidke im Stahlwerk Ministerpräsident sprach mit Azubis

Auf seiner Tour durch Oberhavel kam Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gestern mit Schülern, Ehrenamtlern und Azubis ins Gespräch. Junge Leute würden helfen, die Zukunft der Standorte zu sichern, das war die Botschaft.

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Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (l.), Ministerpräsident Dietmar Woidke und der neue Stahlwerks-Chef Lorenzo Riva schauten sich unter anderem das Walzwerk an.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. „Vom Azubi zum Abteilungsleiter“ – mit diesem Slogan buhlen die Hennigsdorfer Elektrostahlwerke um den Nachwuchs. Gestern stattete Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dem Unternehmen einen Besuch ab, im Fokus standen die Azubis. Nach einem Rundgang durch Walzwerk und Weiterverarbeitung auf dem Gelände kam Woidke mit einem Dutzend aktueller und ehemaliger Auszubildender ins Gespräch. „Wir hatten im vergangenen Jahr im Land zu viele Ausbildungsabbrecher, vor allem weil Erwartungen an die Ausbildungen sich nicht erfüllt haben“, erklärte Woidke. Im Hennigsdorfer Stahlwerk gab es seit der Übernahme durch den Rivakonzern 187 Azubis, davon haben nur zwei die Ausbildung abgebrochen, erklärte Hans-Jürgen Spitzer, der Betriebsratsvorsitzende im Stahlwerk. Zudem blieben etwa 90 Prozent der jungen Leute – die hier vor allem zu Industriemechanikern, Elektromechanikern und Werkstoffprüfern ausgebildet werden, nach ihrem Abschluss im Stahlwerk.

Einer von ihnen ist Michail Tokarew. Nach seinem Realschulabschluss entschied er sich für eine Ausbildung im Stahlwerk zum Industriemechaniker, es folgten – mit Unterstützung des Betriebes – die Ausbildung zum Industriemeister, der Abschluss als kaufmännischer Diplom-Betriebswirt und der Bachelor of Arts in Betriebswirtschaftslehre per Fernstudium. „Das Unternehmen hat mir immer Perspektiven geboten, das war der Anstoß für mich“, sagte Tokarew, der mittlerweile in der Leitungsebene für die Mechaniker arbeitet. Auch andere Azubis erzählten ihre Geschichte, viele von ihnen haben im Stahlwerk angefangen, weil Verwandte hier schon arbeiten.

Das Stahlwerk ist oft bei Schulprojekten sowie Ausbildungsbörsen und Messen vertreten. Zudem können Jugendliche durch Praktika oder eintägige Werksbesichtigungen in den Berufsalltag zu schnuppern. Dietmar Woidke lobte diese Initiative, die Atmosphäre und die Aufstiegschancen. Das sei sehr wichtig: „In Zukunft wird die Fachkräftesituation in der Region darüber entscheiden, wie stark die Wirtschaft dort ist“, so Woidke.

Auch in der Exin-Oberschule Zehdenick kam der SPD-Mann mit jungen Leuten ins Gespräch, hier sprach er mit Schülern – unter anderem mit Marc Herbert Schulz. Es ging zum Beispiel um die Zukunft des Schülers. „Ich möchte gerne Tischler werden. Bei mir in der Familie gibt es schon Handwerker“, so der Zehdenicker. In der Schule absolviert er gerade einen Metallkurs, ihm liegt aber mehr am Holz.

Auch in Velten machte der Ministerpräsident Station. In den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr traf er sich mit jungen Ehrenamtlern aus dem Kreis, auch hier ging es darum, wie man den Nachwuchs für seine Zwecke gewinnt.

Von Marco Paetzel

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