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Oberhavel Mit Blut gegen Krankheiten
Lokales Oberhavel Mit Blut gegen Krankheiten
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11:16 29.11.2016
Der stellvertretende Laborleiter Dominik Wessels mit Blutserum. Quelle: Foto: MP
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Hennigsdorf

Vor dem Firmensitz im Blauen Wunder rattert ein schneeweißer Kühlcontainer, so groß wie ein Wohnmobil. Darin und in den Laboren lagern zigtausende menschliche Proben: Blut, Gewebe, Stuhl, Tränen, Speichel. Aus diesen Spenden von gesunden und kranken Menschen gewinnen die Mitarbeiter von in.vent Diagnostica Biomarker, also Spuren von Krankheiten. Damit lassen sich Testverfahren entwickeln, mit denen Mediziner bei Patienten Krankheiten diagnostizieren können. Bei Bedarf sogar als Schnelltest, der ähnlich einem Schwangerschaftstest funktioniert. Rund 80 Prozent der Krankheiten werden heute auf diesem Weg festgestellt. „Im Zweifel kann das Leben retten“, so Geschäftsführer Jörg-M. Hollidt.

Gestern besuchte Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz das Unternehmen und überreichte eine Ernennungsurkunde zum Markenbotschafter für den Regionalen Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten. Das Unternehmen, 2001 als Ableger der B.R.A.H.M.S. GmbH im Blauen Wunder gegründet, wird nun in der ganzen Welt für den Wirtschaftsstandort werben – unter anderem auf Messen oder auf der Homepage. Bereits 20 Oberhaveler Unternehmen präsentieren den Wirtschaftsstandort. Das soll nicht zuletzt Unternehmen und Kunden anlocken. „Als erster Markenbotschafter aus der wachsenden Hennigsdorfer Biotechnologie- und Diagnostikbranche repräsentiert die in.vent Diagnostica einen bedeutenden Wirtschaftszweig am Standort“, sagte Bürgermeister Schulz. Es sei gut, dass das Unternehmen in die Welt trage, wie gut es sich in Hennigsdorf arbeiten lasse.

Bei in.vent Diagnostica brummt das Geschäft, der Umsatz in Millionhöhe wächst jedes Jahr. „Wir haben mehr Anfragen als wir erledigen können“, sagt Jörg-M. Hollidt. Für hunderte Unternehmen, die Testverfahren entwickeln, arbeitet das Unternehmen. Von Autoimmunkrankheiten wie Diabetes oder Arthritis über Infektionen oder Krebs bis zu neurologischen Erkrankungen suchen die 35 Mitarbeiter auf rund 2000 Quadratmetern in Hennigsdorf nach Biomarkern. Das dauert mitunter Jahre. Die menschlichen Proben bezieht das Unternehmen aus einem weltweiten Netzwerk an Kliniken und Ärzten. Die Patienten müssten natürlich immer zustimmen, dass ihre Proben für die Forschung verwendet werden. Für viele würde es aber zu lange dauern, bis das Ergebnis feststeht. „Aber sie wissen, dass sie damit anderen Menschen helfen können, oder sogar ihren eigenen Kindern“, erklärt Jörg-M. Hollidt.

Etwa einmal in der Woche finden auch Blutspende-Aktionen statt, auch diese Proben werden für die Forschung verwendet. Demnächst will das Unternehmen auf dem Gelände expandieren und einen neuen Blutspende-Trakt bauen. Auch ein rund 2500 Kubikmeter großer, acht Meter hoher „Kühlschrank“ für Proben soll gebaut werden. Im Sommer 2017 soll er fertig sein.

Von Marco Paetzel

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