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Oberhavel Mit Hocker und Tritt auf die Toilette
Lokales Oberhavel Mit Hocker und Tritt auf die Toilette
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02:15 01.03.2018
In der Kita „Raupe Nimmersatt“ brauchen die kleinen Kinder einen Tritt oder einen Hocker, um auf die Toilette steigen zu können. Quelle: Enrico Kugler
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Mühlenbeck

Beim MAZ-Stammtisch in der vergangenen Woche im Kastanienhof in Schildow durfte jeder Gast einen Wunsch für seinen Wohnort äußern. Christian Axt aus Mühlenbeck musste dabei nicht lange überlegen: „Ich wünsche mir, dass die Gemeinde es endlich schafft, in der Kita „Raupe Nimmersatt“ auch für die kleinen Kinder passende Toiletten einzubauen.“

2006 wurde die Kita erbaut

Die MAZ ist diesem Anliegen nun nachgegangen und hat bei der Gemeinde Mühlenbecker Land nachgefragt. Kerstin Bonk, Kämmerin und stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde, erklärte, dass das Problem bekannt, jedoch nicht ganz so einfach zu lösen sei. Denn ursprünglich war die 2006 in der Berliner Straße errichtete Kita für 170 Kinder zwischen null und zwölf Jahren konzipiert worden. Die Kita „Raupe Nimmersatt“ ist eine Kneipp-Kita mit Wassertretbecken und Sauna. Im Haus drei war dabei der Hort untergebracht.

In der Kita Raupe Nimmersatt in Mühlenbeck brauchen die Kinder einen Hocker, um auf die Toiletten steigen zu können. Quelle: Enrico Kugler

Doch als der Hort im August 2013 in einem zentralen Gebäude in der alten Mühlenbecker Schule zusammengezogen wurde, stand das Horthaus der „Raupe Nimmersatt“ nun auch wieder für kleinere Kinder zur Verfügung. Die sanitären Anlagen waren jedoch für größere Kinder ausgelegt. Insgesamt sieben Toiletten gibt es im Haus drei. Damals habe man es nicht für notwendig befunden, die sanitären Anlagen umzubauen, erinnert sich Kerstin Bonk, weil die Kita-Belegung ständigen Veränderungen unterworfen sei.

Umbau der Sanitäranlagen sinnvoll?

Natürlich habe man sich aber die Frage gestellt, da nun auch Kinder unter drei Jahren in dem ehemaligen Hortgebäude untergebracht sind, ob ein Umbau der Sanitäranlagen sinnvoll sei – auch unter finanziellen Aspekten. Doch der wirtschaftliche Aspekt sei nicht ausschlaggebend gewesen, so Kerstin Bonk, sondern lediglich die Unwägbarkeit der Nutzung. „Wir haben eine Betriebserlaubnis für die Kita, ein Umbau wäre also nicht zwingend notwendig.“

Die Kita „Raupe Nimmersatt“ in Mühlenbeck ist eine Kneipp-Kita Quelle: Enrico Kugler

Doch sei man stets bestrebt, Kompromisse zu finden. „Wir geben uns alle Mühe.“ So wurden bereits die Waschbecken und eine Toilette heruntergesetzt, die nun bevorzugt von den kleineren Kindern genutzt werde. An den übrigen Klos hilft ein Tritt oder Hocker, dass auch die Kleinsten mit ihren kurzen Beinchen auf der Toilettenschüssel Platz nehmen können.

Abweichung bewegt sich im Toleranzbereich

Dabei handele es sich rein zahlenmäßig lediglich um eine Abweichung von zwei bis drei Zentimern, so die Fachfrau. „Doch zwei Zentimeter sind bei Kindern vermutlich wie bei uns acht oder zehn.“ Laut der gültigen VDI-Verordnung 6000 ist im Kita-Bereich für Kinder zwischen drei und elf Jahren eine Toilettenhöhe von 35 Zentimetern vorgeschrieben. Gemessen werde dabei die Keramikhöhe, nicht die Brillenhöhe, weiß Kerstin Bonk. Die jetzigen Toiletten seien in einer Höhe von 37 bis 38 Zentimetern angebaut. Das bewege sich laut Baufachleuten im Toleranzbereich.

23 Kinder unter drei Jahren

Doch da derzeit 23 Kinder unter drei Jahren im Haus drei in der „Raupe Nimmersatt“untergebracht sind, plant die Gemeinde, während der Schließzeit der Kita im Sommer weitere zwei Toiletten herunterzusetzen. „Während des laufenden Kitabetriebs ist das nicht möglich, weil es sich um eine größere Baumaßnahme handelt.“ So müsste zum Tiefersetzen der Toiletten die gesamte Vorwandmontage ausgetauscht werden.

Schamwände sollen gekürzt werden

Ebenfalls gekürzt werden sollen die Schamwände, die Trennwände zwischen den Klos. Doch gebe es dazu überhaupt keine Vorschriften, so Bonk. Diese Arbeiten sollen noch im Winter abgeschlossen werden.

Von Ulrike Gawande

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