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Oberhavel Mit Klangschalen die Mitte finden
Lokales Oberhavel Mit Klangschalen die Mitte finden
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13:50 11.06.2017
Therapeutin Anita Böttcher schlägt die Klangschalen auf den Körpern von Bärbel und Lutz Zcetö an. Quelle: Marion Bergsdorf
Oranienburg

Das Ungeborene im Mutterleib nimmt Geräusche und Schwingungen wahr, die auch Klangschalen und Gongs beim Anschlagen verströmen. Deshalb werden mit diesen Klanggegenständen ganz frühe Erinnerungen und Wohlbefinden geweckt.

Der ideale Tag, sich auf Klänge und Schwingungen einzulassen, war der gestrige Sonntag im Oranienburger Schlosspark. Bärbel und Lutz Zcetö aus der Lutherstadt Eisleben lagen auf einer Decke unter dem Schatten eines großen Baumes. Die Fontäne im Schlossteich sprang an, die Vögel zwitscherten, während Klangtherapeutin Anita Böttcher die beiden großen Klangschalen anstieß, die sie auf den Bauch der Frau und des Mannes gesetzt hatte. Die Gesichter der beiden wirkten sehr entspannt. „Ich hatte das Gefühl, als sei jede Zelle meines Körpers sanft massiert worden“, beschreibt Bärbel Zcetö ihr Erlebtes. Als ganzheitlich arbeitende Tierärztin sei sie aufgeschlossen für eine solche Behandlung, sagt sie und erzählt, dass Tiere sehr empfänglich für solche Reize seien. Sie setze Aromen und eine Stimmgabel ein. Doch mit Klangschalen sei die Schwingung sicherlich viel größer.

Auch nicht so Aufgeschlossene, die Klangschalen eher als Esoterik und Mystik abtun, probierten die Wirkung aus. Anita Böttcher füllte eine große Klangschale mit Wasser und stieß sie an. Die Besucher sollten einen Finger ins Wasser halten. „Das ist ja Wahnsinn, was da für Schwingungen entstehen“, sagte eine Frau. „Das hat nichts mit Esoterik zu tun, das ist Schwingungslehre der Physik“, erklärte Böttcher.

Die Klangtherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie hat die Klanginitiative Brandenburg gegründet. Sie bildet Klangmassage-Praktiker aus und stellte sich am Sonntag gemeinsam mit 13 weiteren Kolleginnen und Kollegen im Schlosspark vor. Unter den Besuchern, die Klangschalen-Erfahrung machen wollten, war auch Carola Böhm aus Blankenfelde. Sie ist Gesundheitsberaterin und möchte eventuell Klangschalen in ihrer Arbeit einsetzen. Ihr Eindruck im Schlosspark: „Die Klangschale über meinem Kopf war die angenehmste. Es war wie ein Mantel, der sich um einen legt.“

Schwingungen und Klänge würden den Körper ins Gleichgewicht bringen, sagt Böttcher. „Der Körper zeigt, was er möchte und findet seine Mitte. Hyperaktive macht er schläfrig und Schläfrige aktiviert er.“ Klangschalen würden auch gut in Gruppen, zum Beispiel in Schulklassen, funktionieren.

Von Marion Bergsdorf

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