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Mit Leichtigkeit gesungen und verzaubert

Gefeiertes Konzert der Kammeroper Rheinsberg im Mühlenhaupt-Mseum in Bergsdorf Mit Leichtigkeit gesungen und verzaubert

Bravorufe und Applaus für 17 Sängerinnen und Sänger der Kammeroper Rheinsberg beim alljährlichen Sommerkonzert im Kurt-Mühlenhaupt-Museum in Bergsdorf. Mit leidenschaftlich gesungenen Opernarien eroberten die jungen Solisten die Herzen der Zuschauer. Diese erklatschten sich mehrere Zugaben.

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Im bis auf den letzten Platz besetzen Museum in Bergsdorf begeisterten die Sänger das Publikum.

Quelle: Foto: Schneider

Bergsdorf. Opernarien erklangen am Sonnabend im Kurt-Mühlenhaupt-Museum in Bergsdorf, vorgetragen von jungen Sängern. Wie in den Vorjahren hatten sich diese nach einer strengen Auswahl für die Kammeroper Rheinsberg qualifiziert. „Von 400 Bewerbern sind 40 übrig geblieben“, berichtete Frank Matthus, künstlerischer Leiter der Kammeroper. Von den 40 Damen und Herren betraten 17 aus sieben Ländern die Bühnenbretter in der Museumsscheune, die mit 400 Besuchern bis auf den letzten Stuhl besetzt war. Die jungen Gesangskünstler gehören zu dem diesjährigen La Traviata-Ensemble. Diese Verdi-Oper wird zurzeit in Rheinsberg aufgeführt. Entsprechend hieß das Bergsdorf-Programm „Ein Fest bei Flora“. Dem angemessen war die Bühne als Salon mit bequemen Sesseln, Sofa und warmen roten Kissen ausgestattet, dazu ein Beistelltisch mit viel Champagner. Alle späteren Solisten betraten den Salon und sangen aus La Traviata das Begrüßungslied. Schon beim vierten Titel, dem Duett aus der wenig bekannten Oper Iolanta von Tschaikowski, innig gesungen in Originalsprache von Nadezhda Orlava (Sopran) und Alexander Babik (Tenor), kamen die ersten Bravorufe aus dem Publikum. Ähnlich erging es dem Baritonisten Illya Lapich mit der Arie des Germanio aus einer Rossini-Oper. Mit verdient herzlichem Beifall waren alle anderen Sängerinnen und Sänger, die aufgetreten waren, in die Pause geschickt worden.

Besucherin Katrin Werneke aus Leegebruch, die das erste Mal in Bergsdorf war, sagte in der Pause: „Die Sänger haben Spaß, singen mit Leichtigkeit und nehmen die Zuschauer mit. Man muss nicht für teures Geld nach Berlin fahren, man kann auch hier Schönes erleben.“ Inge Seidelmann aus Berlin war auch das erste Mal im Mühlenhauptmuseum. „ Ich bin begeistert von dem Ambiente und der Organisation des Konzertes.“ Zwei Berliner Herren schlossen sich dem voll an: „Wir haben den Eindruck, in jedem Dorf ist hier Kultur.“

Im zweiten Teil des Konzertes folgten berühmte Arien aus Opern von Gounod, Puccini, Verdi, Delibes, Offenbach und Bizet. Alles Ohrwürmer. Viele Bravos erhielt der schwergewichtige dunkelhäutige J. Warren Mitchell mit seinem strahlenden Tenor für die Arie des Rodolfo aus La Boheme. Genauso erging es Graciela Rivera-Quiroz mit der Arie der Gilda aus Rigoletto, von ihr sanft und zart gesungen. Mit der berühmten Barcarole von Offenbach verzauberten Irena Maltseva und Daria Rositskaya die Zuhörer, begleitet von ihren Kollegen, die inzwischen als Chor die Bühne füllten. Liudmila Lokaichuk gelang das Kunststück, diese Hochstimmung im Saal noch mit der Arie der Olympia vom selben Komponisten zu steigern.

Mit dem Trinklied „Libiamo“ aus Verdis La Travieta verabschiedeten sich die Künstler, begeleitet vom rhythmisch mitklatschenden Publikum, das mit Standing Ovations noch zwei Zugaben _ „Granada“ und „O sole mio“ _ erzwang. Als das noch nicht reichte, kam noch einmal „Libiamo“.

Nicht unerwähnt sollen Andrea Massaria, Andrei Diakov und Sibylle Wagner bleiben, die die Sänger souverän am Flügel begleiteten.

Von Helmut Schneider

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