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Oberhavel Mit Möhren ins Neue Jahr
Lokales Oberhavel Mit Möhren ins Neue Jahr
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02:16 04.01.2016
MAZ-Autorin Margot Schöning mit Adriano. Quelle: Privat
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Dollgow

Dass Menschen mit Pferden glücklich sind, ist mindestens genauso bemerkenswert, wie die Tatsache, dass Pferde mit Menschen glücklich sein können. Das kommt so in den Sinn, wenn draußen die Böller krachen, während ich von Box zu Box auf dem Pferdehof Kunkel durch den Stall schreite.

Es ist die letzte Mitternacht 2015 und gleichzeitig mein Dankeschön-Zeitfenster an Pferdefrau Jeanette Kunkel und ihre Eltern, die sich tagaus tagein um fürsorgliche um alle Pferde des Hofes kümmern. Seit August 2014 stehen meine Schimmel Adriano und Polly in der Pferdepension. Der Start ins Neue Jahr bedeutet den 26 Vierbeinern des Stalls Nullkomma nichts. Einige Rösser mampfen Heu vor sich hin, andere schrecken auf, wenn wieder ein Kracher gen Himmel steigt. Besonders die Araber, die Lieblingspferde des Propheten Mohammeds, sind nicht gerade Böller fest.

Dabei müssten die flinken, ausdauernden und genügsamen Pferde des Windes, wie Mohammed sie nannte, den Kampflärm der Heerscharen der Kalifen in den Genen haben, als unter anderem die heilige Stadt Jerusalem und später sogar Spaniern mit ihnen erobert wurde. Die Friesen, edlen Warmblüter und Reitpony, die ebenso im Stall stehen, geben sich gelassener. Besonders die Haflingerstute am Ende des Ganges sind stets nur Möhre und Apfel wichtig. Neben ihr steht der elegante, arabische Grauschimmel Mahees, dem die dicke Heidi keinen Bissen gönnt und dominant gegen die Boxenwand schlägt. Ermahnen hilft nicht. Genau so wild auf einen Leckerbissen ist Amadeus, der King der zusammengewürfelten Herde. Auch Hunter T-Gray, für den die Besitzer zwar zahlen, aber sich nicht kümmern, meldet sich stets mit leisem melodiösem Wiehern.

Ich habe einen großen Korb voll Möhren, Äpfeln und getrockneten Brotstückchen mitgebracht um den ohrenbetäubenden Start ins 2016 zu überbrücken. Fressen beruhigt. Stallwächter zur Silvester-Mitternacht, das bin ich den freundlichen Vierbeinern zuliebe seitdem ich Pferde züchte. Mein erstes Pferdekind Adriano, genannt Knacki, wird bald 30 Jahre alt. Seit einem Jahr kann ich ihn nicht mehr reiten. Seine Gelenke sind genauso altersschwach wie meine.

Nun, er war ein Turnierpferd und wurde während seiner Ausbildungszeit im Landgestüt Redefin mit dem heutigen Kaderreiter André Thieme Landesjuniorenmeister von Mecklenburg-Vorpommern. Wenn es ums Reiten geht, kann Knacki mehr als ich und das war auch gut so. Er trug mich sicher durchs Gelände.

Deshalb bekommt er wie auf dem Foto oft eine Extra-Möhre, die er stets mit leisem Wiehern fordert oder mit einem nicht gerade sanften Stoß in den Rücken. Seine 23 Stallgefährten meckern viel lauter, wenn ich morgens in den Stall komme und allen wie zu Silvester einen Leckerbissen mitbringe.

Von Margot Schöning

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