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Oberhavel Mit Musik, Löschangriff und Kinderschminken
Lokales Oberhavel Mit Musik, Löschangriff und Kinderschminken
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17:16 10.07.2016
Bianka Rakowski von der Kita Rappelkiste beim beliebten Kinderschminken. Quelle: Helmut Schneider
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Zehlendorf

Traditionell begann das diesjährige Dorffest am Freitagabend in der Kirche Zehlendorf mit einem Konzert des Kirchenchores unter Leitung von Johannes Telchow. Thema war diesmal „Wasser“. Mit nachdenklich aber auch humorigen Texten wies der Pfarrer im Ruhestand auf die Not, begründet durch Mangel an sauberem Wasser, in der dritten Welt hin. Lieder die mit Wasser zu tun haben wie „Wenn alle Brünnlein fließen“, „Am Brunnen vor dem Tore“, Jetzt fahren wir über’n See“, klangen durch den Raum und selbst der Himmel gab sein Bestes – es begann zu regnen.

So blieb man länger sitzen und überbrückte die Zeit zur draußen bruzzelnden Bratwurst mit gemeinsamem Singen und erfreute sich an der von Karin Kittel (Geige) und Philipp Telchow (Gitarre) gespielten Musik. Es wurde Geld für das „Ökumenische Wasserhilfswerk“ gespendet. Der nun nur noch leichte Nieselregen hielt die Besucher nicht mehr ab, nach der Musik von DJ Ami (Zehlendorfer) aufgelegt, zu tanzen und bis kurz vor Mitternacht den vom Kulturverein und der Kirchengemeinde veranstalteten Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Das Zehlendorfer Blasorchester unter der Leitung von Jürgen Giersberg. Quelle: Helmut Schneider

Am Sonnabendnachmittag ging es mit Musik weiter – nun aber live. Das seit 1973 bestehende „Zehlendorfer Blasorchester“ unter der Leitung von Jürgen Giersberg spielte unter ihrem Motto „Wir brauchen keine Millionen, was wir brauchen ist Musik, Musik, Musik „ schwungvoll auf. Auf dem Festplatz an der Kirche waren liebevoll Stände aufgebaut. So konnte man von den Frauen der Kita „Rappelkiste“ selbst gebackenen Kuchen vom Feinsten kaufen und gleichzeitig daneben sein Kind schminken lassen. Direkt an der Straße hatten sich die Angler „Toller Hecht“ etabliert und räucherten Forelle und Makrele. Die hatten sie jedoch nicht aus ihrem Heimgewässer, dem Tonstich. „Dafür haben wir dort unseren Freund, den Biber. Der hat uns das Ufer freigemacht – wir lieben ihn deshalb“, erklärte lachend Andreas Müller, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Martin Meier von der Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik“. Quelle: Helmut Schneider

Deutlich ernster ging es am Stand der Bürgerinitiative (BI) „Contra Eierfabrik“ zu. „Uns Stinkt’s!“, war da zu lesen. Und es wurden Unterschriften gegen diese Form der Massentierhaltung gesammelt. Viele Zehlendorfer, Wensickendorfer und Schmachtenhagener stehen der von Investoren geplanten Großanlagen mit jeweils 42 000 Legehühnern in der Nähe ihrer Dörfer skeptisch gegenüber (MAZ berichtete). Durch den Kahlfraß der Hühner entstehe hier bald eine Wüste, ist eine Befürchtung von Martin Meier von der BI. „Es entsteht ein Gemisch aus Scheiße und Staub“, bringt er es drastisch auf den Punkt. Mit einem Transparent wurde zu drei Informationsabenden eingeladen.

Das ernste Thema verdarb jedoch nicht die Feststimmung: An der „Taca-Tucan-Bar“ gab es leckere Cocktails ohne Alkohol, ausgeschenkt von Jane Eiszfeld von der Kindervereinigung Hohen Neuendorf und Jugendkoordinatorin für die ländlichen Ortsteile der Stadt Oranienburg. Auch die Feuerwehr brachte sich später mit der Präsentation eines Löschangriffs in das Fest ein und eine Gruppe Line Dancer erfreute die Zuschauer. Am Abend gab’s dann wieder handgemachte Musik mit der Band „Windstar“.

Von Helmut Schneider

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