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Oberhavel Mit Petticoat und Kontrabass
Lokales Oberhavel Mit Petticoat und Kontrabass
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00:17 15.02.2017
„The Pin Sharps“ aus Berlin sind überregional bekannt und haben kürzlich ihre erste CD veröffentlicht. Quelle: Foto: Marco Paetzel
Borgsdorf

Bunte Petticoats und gegelte Tollen überall. Die altehrwürdige Tanzfläche im „Weißen Hirsch“ war am Sonnabend rappelvoll. Zum vierten Mal fand dort „Rock im Hirsch“ statt, die Tanzveranstaltung wird von Jahr zu Jahr beliebter. Auf der Bühne standen die Berliner Bands „The Pin Sharps“ und „The Cherry Crackers“. Sie spielten Hits von Johnny Cash über Social Distortion bis zu den Rolling Stones. Allesamt im Rockabilly-Stil der 1950er-Jahre samt Kontrabass. Wie gemacht für wilde Tanznächte. Die Gäste kamen aus der ganzen Republik, sogar aus Frankfurt oder Hamburg waren Rockabilly-Fans nach Borgsdorf angereist. Freie Parkplätze gab es vor dem Gasthaus am Abend jedenfalls keine mehr.

Im Backstage-Bereich bereitete sich Johnny Cracker, Frontmann der „Cherry Crackers“, auf den Gig vor. Im Weißen Hirsch wollte er schon spielen, seit er vor zwei Jahren selbst Gast bei der Rockbilly-Nacht war. Saal und Tanzfläche, in dem einst die Puhdys probten, seien ideal für solche Konzerte. Auch wenn Borgsdorf für die Berliner Band etwas weit vom Schuss sei. „Aber zum Glück gibt es eine S-Bahn. Da bin ich in einer halben Stunde zu Hause“, sagt der Mann mit der pomadigen Tolle, der mit bürgerlichem Namen Jörn Kaselitz heißt. Seit 2013 gibt es „The Cherry Crackers“, die Musiker teilen die Liebe zu den 1950er-Jahren. Auch, wenn sie zu dieser Zeit allesamt noch nicht einmal auf der Welt waren. „Die Mode, die Autos, die Coolness dieser Jahre haben mich schon immer fasziniert“, sagt Frontmann Johnny. Dann geht es für die Band raus auf die Bühne.

Organisatorin Janette Budtke war mit dem Abend mehr als zufrieden. Schon am Sonnabendnachmittag bei einem Rockabilly-Jive-Workshop war die Tanzfläche gerammelt voll. „Die Sehnsucht der Leute aus der Region nach solchen Veranstaltungen ist groß“, sagt die Friseurmeisterin, die die Konzerte neben der Arbeit in ihrem Salon organisiert.

Auch ihre Sehnsucht nach solchen Tanznächsten war groß. „Ich wollte nicht immer erst mit dem Auto nach Berlin fahren müssen, um zu feiern“, sagt die Borgsdorferin. Also holte sie den Rockabilly in ihren Heimatort, nur 500 Meter entfernt von ihrer Wohnung. Mittlerweile arbeitet sie mit Thomas Fluch, Inhaber des Lokals, zusammen. Er hat 2015 die Agentur „Hirsch-Events“ gegründet und sich auf Konzerte spezialisiert. „Auch menschlich harmonieren wir super“, sagt Budtke. Gemeinsam wollen sie demnächst auch andere Konzerte auf die Beine stellen, eine Homepage ist bereits in Arbeit.

Nebenbei basteln die beiden an einem echten Coup: Sie wollen demnächst in der Region ein Autokino-Projekt aufziehen. In den Sommermonaten könnte die Leinwand zum Mekka für Oldtimer-Fans werden, die – wie in den guten alten Zeiten – Filme vom Autositz aus genießen wollen. „Musik, Essen und Trinken wären natürlich auch dabei“, sagt Janette Budtke. Allzu viel möchte sie über das Projekt aber nicht verraten, vieles ist noch im Anfangsstadium. Es wäre das erste Autokino, seit der Betreiber in Flatow seinen Betrieb aufgegeben hat. Vor einem Jahr hatte die Veltener SPD mit einem ähnlichen Vorschlag Aufsehen erregt, die Fraktion hatte ein Autokino am Bernsteinsee ins Gespräch gebracht. Die Idee fand in der SVV aber keine Mehrheit.

Ganz nebenbei hat Janette Budke schon die ersten Pflöcke für „Rock im Hirsch“ 2018 eingeschlagen. Als Haupt-Act wird dann die Rockabilly-Combo „Skinny Teens“ auf der Bühne stehen.

Von Marco Paetzel

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