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Mit Retro-Charme durch die Stadt

Liebenwalde Mit Retro-Charme durch die Stadt

Beim Stadtfest in Liebenwalde wurde am Wochenende auch der 20. Geburtstag des Heimat- und Geschichtsvereins gefeiert. Zahlreiche Einwohner sorgten in historischen Kostümen und mit viel Charme für das richtige Flair beim Jubiläum. Bürgermeister Jörn Lehmann erinnerte an die Anfänge des Vereins und die Gründung des „Museums im Knast“.

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Einwohner in Kostümen verschiedener Epochen sorgten beim Liebenwalder Stadtfest am Wochenende für historisches Flair.

Quelle: Robert Roeske

Liebenwalde. Eine Zeitreise konnten Besucher des Liebenwalder Stadtfests am Sonnabend auf dem Marktplatz unternehmen. Dort flanierten Damen in Rokoko- und Barockgewändern, Herren im Modestil der 1920er-Jahre und des 18. Jahrhunderts. Die gut gelaunten Retro-Models waren jederzeit zu Fotos oder auch Selfies mit den Festgästen bereit. „Die historischen Kleider sorgen eben für Flair und passen gut zum 20. Geburtstag des Heimat- und Geschichtsvereins“, sagte die Liebenwalderin Anke Dolleck, die das Ganze organisiert und einen gut ausgestatteten Kostümverleih in der Uckermark dafür ausfindig gemacht hatte.

Auch Revierpolizist Franz Czerny gehörte zu den 28 Mitwirkenden. Nachdem er am Vormittag sich noch in seiner richtigen Uniform um die Parkplatzsituation rund ums Fest gekümmert hatte, schlüpfte er am Nachmittag in die Rolle eines Polizisten aus der Kaiserzeit – natürlich mit Pickelhaube. „Wir mussten niemanden überreden, die Leute waren sofort Feuer und Flamme für die Kostümaktion“, sagte Anke Dolleck.

Bürgermeister Jörn Lehmann erinnerte daran, dass mit der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins, dessen Vorsitzender er bis heute ist, im Jahr 1997 etwas völlig Neues für Liebenwalde ins Leben gerufen wurde. Im Gegensatz zu anderen Städten hatte die Heimatgeschichte in Liebenwalde bis dahin keine größere Rolle gespielt. 1999 öffneten sich aber die Türen des Stadtgefängnisses – dort hat seitdem das Heimatmuseum seinen Platz. Lehmann machte darauf aufmerksam, dass der Verein beständig an der Weiterentwicklung des „Museums im Knast“ arbeitet. So wurde 2015 die Ausstellung zur Schifffahrt und zum Finowkanal, 2016 die Schau zur Heidekrautbahn eröffnet. Im Museum jetzt auch auf originalen alten Zugbänken Platz genommen werden.

Der Landfrauenverein und die Oberhavel-Spinngruppe informierten vor Ort über die Agrarhistorie. Weitere Vereine stellten sich vor. Torsten Schikowski, der seit zwei Jahrzehnten beim Geschichtsverein dabei ist, war mit seinen historischen Fahrrädern zum Fest gekommen. So präsentierte er ein originales Bäckerfahrrad und ein altes Liefer-Fahrrad. „Im Museumshof haben wir jetzt eine Servicestelle für Radfahrer eingerichtet“, berichtete Schikowski. Dort befindet sich ein Luftkompressor sowie passendes Werkzeug für Radler – diebstahlsicher an langen Stahlseilen. Außerdem gab es ein „Radler für Radler“, eine kostenlose Erfrischung für Pedalritter, die das Heimatmuseum besuchten.

Auch Adelheid Martin, die Vorsitzende des ADFC Oranienburg, besuchte das Stadtfest und zeigte sich angetan von der lebendigen Gestaltung des „Museums im Knast“. „Die Radwege von Oranienburg nach Liebenwalde sind übrigens gut ausgebaut und sehr zu empfehlen“, sagte sie. Der Holländer-Rundweg und der Radweg Berlin-Kopenhagen können zwischen beiden Städten genutzt werden. „Liebenwalde ist einen Ausflug wert“, resümierte sie.

Von Heiko Hohenhaus

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