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Oberhavel Mit Schwung durch die Stolper Heide
Lokales Oberhavel Mit Schwung durch die Stolper Heide
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02:16 03.08.2015
Leo Friedmann hofft mit seinem Team auf eine Medaille beim Turnier in Stolpe. Quelle: Robert Roeske
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Stolpe

Es ist 9 Uhr 45. Auf dem Golfplatz in Stolpe steht Leo Friedmann. Nach einer gemütlichen Aufwärmphase schlägt der 61-Jährige den ersten Ball um 9.50 Uhr ab. Der Ball fliegt weit. Ein gelungener Einstieg. Leo Friedmann leitet die Golfmannschaft der Makkabi-Sportler aus Deutschland. In den nächsten viereinhalb Stunden warten beim Golfturnier nun 17 weitere Löcher auf ihn.

Mit Badminton, Bridge und Basketball starteten die europäischen Makkabi Games 2015 am 27. Juli in Berlin. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Spiele als größte internationale jüdische Sportveranstaltung etabliert. Alle vier Jahre werden sie in Israel ausgetragen. Ebenfalls im Vier-Jahres-Rhythmus, jeweils zwei Jahre versetzt nach den Makkabi Games in Israel, finden die europäischen Makkabi Games statt. In diesem Jahr dient Berlin erstmals als Austragungsort.

Zu diesem sportlichen Großevent werden mehr als 2000 Athleten aus 30 Ländern erwartet. In 19 verschiedenen Sportarten kämpfen die Teilnehmer noch bis zum 5. August um Medaillen. Eine Disziplin davon ist Golf. Als Austragungsort dafür dient seit Donnerstag der Golfplatz Stolper Heide. „Wir sind stolz darauf, Teil dieses besonderen, sportlichen Ereignisses zu sein“, erklärt Pressersprecherin Lydia Neilson.

Die Golfwettbewerbe finden an drei Tagen statt. Pro Tag wird eine Runde gespielt. Eine Runde beinhaltet 18 Löcher. Am Donnerstag fand der erste Wettbewerb statt, gestern der Zweite. Am Montag wird die Finalrunde gespielt.

Für Jean Paul aus Wien sind es mittlerweile die sechsten Maccabi Games, an denen der Senior teilnimmt: „Ich war zweimal in Israel dabei, aber auch in Schottland, Belgien, Österreich und nun in Deutschland, hier in Berlin.“ Die gesamte Organisation und das Flair gefallen dem Österreicher gut: „Wir fühlen uns willkommen und sicher.“ Sein Landsmann Herbert Tillinger ist ebenfalls sehr glücklich, an den Spielen teilnehmen zu können: „Es ist wunderschön hier und alle sind so herzlich zu uns.“ Der Course in Stolpe bereitet dem Österreicher jedoch etwas Sorgen: „Der Wind ist sehr tückisch, deshalb lief die erste Runde nicht so gut für mich, wie ich es mir erhofft hatte.“ Doch der Wiener nimmt es mit Humor: „Dabei sein ist eben doch alles.“ Für seinen argentinischen Kollegen geht mit den Maccabi Spielen ein Traum in Erfüllung: „Argentinien ist das erste Mal bei den Spielen vertreten. Ich liebe es hier sein zu können.“ Für Benjamin aus Finnland ist der Platz „etwas zu schnell“, was ihn schwer „bezwingbar macht“. Auch die Amerikanerin Nancy-Jo Feinberg hatte in den vergangenen beiden Tagen ihre Schwierigkeiten mit dem Platz: „Ich komme aus Florida, deshalb bin ich eindeutig andere Temperaturen beim Golfen gewohnt.“ Es sei einfach „zu kalt“ für sie: „Ich gebe mein Bestes, aber bis jetzt bin ich hinter meinen Erwartungen geblieben.“ Auf dem Übungsplatz erzählt sie noch, dass Golflegende Bernhard Langer, der den Platz in Stolpe entworfen hat, ihr Nachbar sei in Florida. Leo Friedmann konnte sich in der zweiten Runde „leicht verbessern“. Am Montag hat er noch die Gelegenheit, sich mit dem Team eine Medaille zu sichern.

Von Juliane Weser

Beim diesjährigen 4. Mauerweglauf am 15. und 16. August wird an die 18-jährige Marienetta Jirkowski erinnert. Darüber informierte Cheforganisator Hajo Palm. Rund 650 Läufer werden die 160,9 Kilometer lange Strecke in Angriff nehmen und Kärtchen mit Botschaften an einer Gedenkstele hinterlassen.

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