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Mit Sonnenschein im Sattel

Hansetour in Oberhavel Mit Sonnenschein im Sattel

Die Hansetour Sonnenschein erreichte gestern den Norden Oberhavels. In Gransee und Löwenberg wurden Spenden zugunsten schwer kranker Kinder gesammelt. Mehr als 6000 Euro sind zusammengekommen.

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Pfarrer Gerhard Gabriel (l.) und Mathias Ludwig bei der Anfahrt in Löwenberg.

Quelle: Cindy Lüderitz

Löwenberg/Gransee. Das wollte sich Gerhard Gabriel nicht nehmen lassen: hoch motiviert trat Grünebergs Pfarrer gestern in die Pedale und begleite die Hansetour Sonnenschein auf der Etappe von Löwenberg nach Gransee. Zwölf Kilometer über die B 96 bei straffem Tempo 25: der 65-Jährige hat durchgehalten und war nach der Ankunft total euphorisiert. „Ich würde gerne noch weiterfahren.“

Am Freitag erreichte das 250-Mann starke Teilnehmerfeld der Benefiztour zugunsten schwer kranker Kinder den Norden Oberhavels und sammelte auf dem Weg Spenden ein. In Löwenberg gab es einen ziemlich großen Scheck für den guten Zweck: 4000 Euro hatten die Löwenberger gesammelt, Vereine, Firmen, Privatpersonen und Institutionen. Pfarrer Gabriel legte einen weiteren Umschlag mit Spenden aus den Kirchengemeinden oben drauf. Und schließlich hatte auch der Arbeitskreis Grieben bei seinem jüngsten Sommerfest für die Sonnenschein-Projekte gesammelt – und 306 Euro zusammengetragen. „Wir hatten tolle Resonanz“, sagte Andrea Schenkwitz vom Verein und fügte hinzu: „Man weiß, wofür man spendet“.

Löwenbergs Ortsvorsteher Mathias Ludwig hatte sich neben Pfarrer Gabriel ins Teilnehmerfeld eingereiht. Der passionierte Tourenfahrer wollte bis Waren mitradeln. „Das ist eine tolle Aktion. Das möchte ich unterstützen“, sagte er.

Hintergrund zur Tour

Rund 650 Kilometer werden die mehr als 250 Radler der Hansetour zurückgelegt haben, wenn sie heute im Rostocker Hafen empfangen werden. Organisiert wird die Benefiztour vom gleichnamigen Förderverein.

Rund 50 000 Euro sollen in diesem Jahr zugunsten schwer kranker Kinder gesammelt werden. In Mecklenburg-Vorpommern möchte der Verein das Palliativ-Team „Mike Möwenherz“ unterstützen, in Berlin-Brandenburg die Björn-Schulz-Stiftung. Diese betreibt das stationäre Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Pankow und mehrere ambulante Dienste.


Verbunden mit der Benefiztour ist eine SMS-Spendenaktion: Pro SMS gehen fünf Euro an die Organisation. Wer die Aktion uterstützen möchte, sendet eine SMS mit dem Stichwort „Sonne“ an die 8 11 90.

Auch in Gransee wurden die Radler herzlich empfangen. Kita-Erzieher Herbert Brauer hatte mit den Kindern ein Ständchen vorbereitet und dabei die Tourleitung derart überzeugt, dass er eine Einladung zum Mitfahren erhielt. „Jemanden wie Herbert können wir unterwegs gut gebrauchen, der kann singen“, sagte der Vereinsvorsitzende Helmut Rohde.

Die Hansetour war am Dienstag in Rostock gestartet, am Freitag wird sie dort auch enden. Der mit 82 Jahren älteste Teilnehmer war Siegfried Ebert in Rostock. Die ungewöhnliche Benefizaktion gibt es seit 19 Jahren. Rund zwei Millionen Euro konnten seither an Einrichtungen für krebskranke und chronisch kranke Kinder weitergereicht werden. In diesem Jahr geht ein Teil der Spenden an die Björn-Schulz-Stiftung, die unter anderem ein Kinder-Hospiz in Berlin-Pankow sowie Beratungsstellen in Brandenburg betreibt.

Gransees Amtsdirektor Frank Stege sagte, er habe kein Bedauern mit den Radfahrern, sondern Hochachtung vor dem, was sie bewegten. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Amtsausschusses, Christin Zehmke, überreichte er einen Scheck über 2000 Euro. Fürs Erste. „Wir sammeln noch weiter“, so der Verwaltungschef.

Von Cindy Lüderitz

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