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Mit Strom auf die Straße

Messe zur E-Mobilität in Oranienburg Mit Strom auf die Straße

Vom Einrad über das Fahrrad bis zum Auto konnten Besucher der alternativen Fahrzeugmesse „e/motion expo V“ am Sonnabend in Oranienburg viele E-Mobile anschauen und auch ausprobieren. Dabei wurden auch Vorurteile über Elektrofahrzeuge ausgeräumt.

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Roland Schilling aus Hohen Neuendorf weist Matthias Goodmann aus Velten zur Probefahrt ein.

Quelle: Foto: Helmut SChneider

Oranienburg. Zwei Dinge stachen beim Besuch der alternativen Fahrzeugmesse „e/motion expo V“ am Sonnabend ins Auge: Ein durch die Besucher sausender Mann auf einem Einrad und ein kraftstrotzender Tesla-Pkw aus den USA. Beide Fahrzeuge sind elektrisch betrieben, schließlich war das der Schwerpunkt der von den Wirtschaftsjunioren des Regional Centers der IHK Potsdam zum fünften Mal veranstalteten Messe. Darüber hinaus standen im Rund des Dekra-Freigeländes an der Walther-Bothe –Straße in Oranienburg E-Autos und Hybridfahrzeuge der Marken BMW, Renault, Nissan, Toyota und VW. Die „Erkner-Gruppe“ war gleich mit ihrer ganzen Flotte angetreten. „Die Nachfrage nach E-Autos steigt. Wir wollen da eine Vorreiterrolle in Oranienburg spielen“, sagte dazu Benjamin Schmelzer vom genannten Autohaus.

Freundlich erklärten die Händler ihre Modelle und luden zu Probefahrten ein. Auch Zweiradfreunde kamen auf ihre Kosten. So überließ Roland Schilling aus Hohen Neuendorf gern sein E-Motorrad - made in California - Matthias Goodmann aus Velten für eine Probefahrt. Der begeisterte Biker stieg danach erstaunt von der Maschine: „Man hört überhaupt nichts und der Anzug ist wesentlich stärker als bei einem Verbrennungsmotor.“

Daneben ein eleganter Motorroller, äußerlich von einem Benziner nicht zu unterscheiden. An einem anderen Stand wurden Pedelecs aus der Schweiz angeboten. Diese E-Fahrräder sind auch in unserem Stadtbild keine Seltenheit mehr. Eine gute Entwicklung ist hier in der Stadt Hohen Neuendorf zu sehen, war von Malte Stöck in einem Vortrag zur Eröffnung Messe zu hören. 2014 hatte Hohen Neuendorf ein E-Auto und zwei E- Bikes als Dienstfahrzeuge angeschafft und ist seitdem auch bemüht, die notwendige Infrastruktur dafür zu stellen. So gibt es inzwischen acht Ladepunkte – unter anderem S-Bahnhöfe und das Rathaus – mit Parkplätzen. Inzwischen sei die Zahl der E-Autos auf 22 gestiegen, referierte der Klimabeauftragte Hohen Neuendorfs.

„Wir sprechen viel über Elektromobilität als wenn das das Allseligmachende sei“, gab der Chef der Oranienburger DEKRA, Carsten Bräuer, im Beitrag zum Thema „Kraftstoffe der Zukunft“ zu bedenken. Und weiter, „es wird auch noch in den nächsten Jahrzehnten Verbrennungsmotore geben – es bleiben Lücken“. Damit wies Bräuer etwa auf den Schwerlasttransport hin. Es gebe aber Möglichkeiten, die in Verruf geratenen Kraftstoffe Diesel und Benzin mit chemischen Prozessen sauber zu bekommen. Auch Gas und Wasserstoff seien Alternativen.

Zurück zum Mann auf dem E-Einrad. Der zog wagemutige Kinder, aber auch Erwachsene wie ein Magnet an. Etwas zittrig ging es auf und davon. Die Einräder aus China sind in Deutschland nicht zugelassen, aber in naher Zukunft wird sich das bestimmt bald ändern.

Von Helmut Schneider

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