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Mit dem Fahrrad in die Alpen

Velten Mit dem Fahrrad in die Alpen

Beim Fahrradfahren findet der Leegebrucher Rewe-Chef Zeit zum Abschalten. Ansonsten ist der engagierte Veltener, der in Hennigsdorf aufgewachsen ist, sechs Tage die Woche im Dienst. Mit seinen zahlreichen Spendenaktionen, der Unterstützung von Sportvereinen und seinem Engagement für das vom Jahrhundertregen gebeutelte Leegebruch, hat sich Mike Gabrich einen Namen gemacht.

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2007 machte sich der Veltener mit dem Rewe-Markt in Leegebruch selbstständig. 2015 wurde der Markt aufwendig umgebaut.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Velten. Als der Jahrhundertregen Leegebruch in den vergangenen Tagen voll im Griff hatte, war der Veltener Mike Gabrich, den alle als Chef des Rewe-Marktes in Leegebruch kennen, voll in seinem Element: Er konnte anpacken und helfen. Den einen Tag organisierte er Mahlzeiten für die Feuerwehr, den anderen Tag 500 geschmierte Brötchen. Dann wieder transportierte er bis morgens um 5 Uhr Sandsäcke und stellte seinen Transporter bereit, damit 120 Essen vom Dorfkrug Bärenklau verteilt werden konnte. „Es war für viele Leute die erste warme Mahlzeit nach mehreren Tagen“, so Gabrich gerührt. Er ist begeistert von der großen Hilfsbereitschaft im Ort.„Es ist faszinierend, was das Internet in Bewegung bringt und wie viele Leute helfen kamen. Die Leegebrucher sind zusammengewachsen in dieser schweren Zeit.“

Auch für das Engagement des amtierenden Bürgermeisters Rother und des Baumamtsleiters Kabuß findet Gabrich nur lobende Worte. So überreichte er Rother einen Scheck über 5 000 Euro, die von ihm und seinem Team gespendet worden waren, um den Leegebruchern zu helfen. Nur eine von vielen Spendenaktionen, die der Geschäftsmann organisiert. Mal für Tier-, mal für Sportvereine. Es sei zwar Wunsch des Unternehmens sich regional zu engagieren, aber die Entscheidung treffe er , so Gabrich, denn die Spenden gehen vom Gewinn ab. Doch der Veltener, der vor zehn Jahren den Markt als Franchisenehmer aufgebaut hat, gibt gern.

5000 Euro spendeten Gabrich und sein Team für die Gemeinde Leegebruch

5000 Euro spendeten Gabrich und sein Team für die Gemeinde Leegebruch.

Quelle: privat

Geboren wurde der 42-Jährige in Hennigsdorf. Dort leitete sein Vater die Kaufhalle des Stahlwerks. „Mein Vater war Kaufmann und ich bin immer dabei gewesen. Ich bin damit groß geworden. Schon als kleiner Steppke habe ich mitgeholfen.“ So ist auch seine Berufswahl keine Überraschung: Mike Gabrich macht nach dem Abschluss der Oberschule in Velten, wo die Familie mittlerweile lebte, auch selbst eine Ausbildung zum Kaufmann. Arbeitet in Supermärkten in Berlin und Basdorf. Baut mit seinem Vater 1999 den Rewe-Markt in Velten auf, und macht sich dann 2007 in Leegebruch selbstständig.

Als kleiner Steppke wuchs Gabrich in Hennigsdorf auf

Als kleiner Steppke wuchs Gabrich in Hennigsdorf auf.

Quelle: privat

Anfangs habe er mit dieser Entscheidung Bauchschmerzen gehabt, gibt Gabrich ehrlich zu. Schließlich habe Leegebruch nur knapp 7000 Einwohner. Rund vier Jahre habe es gedauert, bis er wieder ruhig schlafen konnte. Morgens um kurz nach drei klingelt sein Wecker. Sechs Tage in der Woche. Da bleibt neben der Familie – Gabrich ist verheiratet und hat zwei Kinder – wenig Zeit für anderes. Für Pro Velten sitzt er im Stadtparlament. „Ich möchte Velten als Stadt voranbringen und nachhaltig Geld investieren.“ Er wünscht sich, dass die Bürger mehr in politische Entscheidungen einbezogen werden und sich die Kommunikation im Ort verbessert. Manchmal müsse man Kompromisse eingehen, so Gabrich. Der Sonntag aber gehört der Familie.

Gabrich auf Fahrradtour in den Alpen

Gabrich auf Fahrradtour in den Alpen.

Quelle: privat

Als Jugendlicher war der Familienvater Ringer und spielte Fußball bei Stahl-Hennigsdorf. Heute fährt der Veltener in seiner Freizeit Fahrrad. Mal bis Schönwalde und mal bis Gransee. Am liebsten alleine. „Da bekommt man von der Arbeit den Kopf frei und kommt auf andere Gedanken.“ Vor wenigen Wochen traute er sich auf eine größere Tour und fuhr mit einer Gruppe auf dem Rennrad von Bayern über die Alpen bis nach Italien. Und zurück. Fast 2500 Meter hoch ging es aufs ­Timmelsjoch, einen Hochalpenpass. „Das war ganz schön anstrengend für mich Flachlandtiroler“, lacht der Rewe-Chef. Doch belohnt wurde er mit einem wunderbaren Panoramablick. „Die Tour war ein Highlight.“

Von Ulrike Gawande

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