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Mit dem Pferde-Ferrari zum Tagessieg

Reitertag in Kraatz Mit dem Pferde-Ferrari zum Tagessieg

Beim 51. Kraatzer Reitertag zeigte der frühere Zehendicker Dirk Berlin im Hindernisparcours allen die Hufe. Mit über 100 Pferden in sieben Prüfungen und gut 850 Zuschauern war die Veranstaltung ein weiterer Höhepunkt der Reitsaison in Oberhavel, bei dem schon der Nachwuchs in den Sattel stieg.

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Sieger mit der Kutsche: Der Hammelspringer Dirk Berlin mit Beifahrer Danilo Arndt.

Quelle: Margot Schöning

Kraatz. Höhepunkt und rasanter Abschluss des liebevoll von Profis für große und kleine Könner organisierten Reitertages des Kraatzer Reitvereins war wie im letzten Jahr das Gespannfahren. 22 Kutscher fuhren den vom Kraatzer Agrar GmbH Chef Andreas Schmidt gebauten Parcours, den er später ebenfalls mit seinen großen Dicken Emma und Enzo kurvte. Das brachte ihm jedoch keinen Vorteil. Er wurde Sechster in 88,81 Sekunden. Allerdings mit einem neuen Gespann. Seine erfahrenen, vierbeinigen Turnierer Emmes und Endora sowie Morgenstern und Moritz hatte er Fahrbegeisterten wie Bodo Kleemann aus Häsen (4.Pl. -83,71) und Hagen Prengel aus dem sächsischen Grimma (5.Pl. - 88,71) zur Verfügung gestellt.

Doch der ehemalige Zehdenicker Dirk Berlin, heute in Hammelspring zuhause, ließ dieses Mal nichts anbrennen mit seinen gescheckten Tinkern Candy und Abigail. Endlich war er einmal Erster vor dem schnellen Haflinger-Kutscher Martin Grüber aus Grieben mit Saita und Svenja (2.Pl. - 74,61) und Grünebergs Ortsvorsteher Karl-Heinz Wacker, von allen nur Kalle genannt, mit seinen wendigen Reitpony Alina und Alexa (3.Pl. – 79,75). Tinker, Irish Tinker oder Gypsy Cob stammen von den Arbeitstieren fahrender Kesselflicker ab. Mit Merkmalen von Pony, Warmblutpferd und Kaltblutpferd sind sie dennoch eine von der Nationalen Pferdeföderation anerkannte Rasse. Dirk Berlin züchtet sie seit einigen Jahren.

Hendrik Pfitzmann war mit 5 Jahren der jüngste Gespannfahrer mit Mama Antje an seiner Seite. Papa Tobias, der das Fahren moderierte, erzählte, dass Hendrik schon immer lieber auf dem Kutschbock saß als im Sattel. An der rasanten Partie nahm auch die viereinhalb jährige Kuh Betty aus Bernau teil, gefahren von der 17 jährigen Lucy. Sie wurde im Kinderwettbewerb sogar mit zwei Fehlern Zweite (94,65) hinter dem Pony Vierspänner mit Flip, Wolke, Hektor und Pedro, gefahren vom 14 jährigen Theodor Grüber aus Teschendorf (85,05). Den dritten Rang schaffte der zehnjährige Gustav Ordel mit den Pony Luise und Liebig (98,15), ebenfalls aus Teschendorf. Ortsvorsteher und Opa Michael Grüber, der zuvor die Pferde durch den Besichtigungsparcours kutschierte, sah wohlwollend zu. Er hatte vor Jahren zusammen mit Sohn Roland und Andreas Schmidt dafür gesorgt, dass die Fahr- und Zuchtgemeinschaft Löwenberg in Wettbewerben immer mit Sicherheitsweste und Sturzhelm antritt. Die beim rasanten Fahren notwendige Sicherheitsausrüstung war leider nicht bei allen zu sehen, auch nicht bei Turnierleiter Egbert Much, der mit Nico den Einspänner Wettbewerb gewann.

Der mit drei Jahren jüngste Teilnehmer, Luca Siedschlag vom RFV Schorfheide, brauchte die Weste noch nicht. Sein Reitponys Take off führte die Mama. Luca wurde in der Führzügelklasse in Abteilung Zwei Vierter. Es meldeten sich mit 13 Startern so viele Teilnehmer in der sonst schwach besetzten Führzügelklasse, dass in zwei Abteilungen gewertet wurde. Dabei zeigte der seit über 35 Jahren dem Turnier treue, beliebten Preisrichter Arnold Bleike wieder sein großes Herz für die eifrigen Kids. Er vergab für alle, die nicht Erster bis Dritter wurden, einen vierten Platz. Mit über 100 Pferden in sieben Prüfungen und gut 850 Zuschauern, fast so viel wie zum 50. Vereinsgeburtstag im letzten Jahr, war der Kraatzer Reitertag wieder eine gut besuchte Horse - Dorfparty. Da können andere ländliche Turniere mit einer Handvoll Zuschauern nur neidvoll nach Kraatz blicken. Möglich, dass in Kraatz mehr Pferde Verrückte Zuhause sind, die Dorfgemeinschaft intakter ist und die Turnierorganisatoren herzlicher, verständnisvoller agieren und Nachwuchs sowie Hobby-Reiter im einfachen Reitwettbewerb, den Springen Klassen E und A einen Start ermöglichen.

Wilfried Hanke, bis vor zwei Jahr ehrenamtlicher Granseeer Bürgermeister, moderierte wie stets souverän die sportliche Veranstaltung. Er erinnerte daran, dass sich der Reiterverein Kraatz 1965 gründete, weil alles, was in Kraatz geboren wurde, erst einmal aufs Pferd musste. Von der LPG wurden die Pferde gestellt und jedem, der dazu Lust hatte, das Reiten beigebracht.

Von Margot Schöning

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