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Oberhavel Mit der Drohne auf Lecksuche
Lokales Oberhavel Mit der Drohne auf Lecksuche
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00:31 31.03.2018
Ein Mitarbeiter der Firma Branding Energy GmbH aus Dresden lässt das Fluggerät vor dem Gebäude der Stadtwerke abheben. Quelle: Foto: Firma
Oranienburg

Unbekanntes Flugobjekt über Oranienburg! Eine Drohne ist 40 Meter über der Erde unterwegs. Auftraggeber: die Oranienburger Stadtwerke. Diese nutzen seit Dienstag zum ersten Mal die Möglichkeit der Drohne mit Thermokamera im Gepäck, die das Netz der Wärmeversorgungsleitungen aus der Luft nach möglichen Lecks oder schlechter Isolierung absucht. Und das in einem ganz engen Korridor über den Leitungen, so Stadtwerkesprecher Peter Schrameyer.

Beim ersten Flug am Dienstagmorgen wurden 20 Prozent des Gebietes abgeflogen, dann musste allerdings abgebrochen werden. Zu viele Sonne und blauer Himmel sei für die Messungen nicht geeignet. Die Firma Branding Energy GmbH aus Dresden ist auf dieses Verfahren spezialisiert und bringt die Flugobjekte mit. „Der ausgewählte Drohnen-Thermografie-Anbieter hat tolle Referenzen bei anderen Energieunternehmen und kann mit wenigen Tausend Euro Aufwand wichtige Hinweise auf den Zustand des Netzes und der Isolierung liefern“, so Schrameyer.

In Oranienburg gibt es seit 1972 eine zentrale Wärmeversorgung. Dazu gehören Heizkraftwerke, Verteilernetze und -anlagen der Stadtwerke. Dass alles einwandfrei läuft, dafür sorgen Inspektionen, Wartungen und Instandhaltungen sowie sensible computergestützte Mess- und Leiteinrichtungen.

Die Wärme wird in zwei Heizwerke in der Klagenfurter beziehungsweise an der Kremmener Straße mit jeweils einem Blockheizkraftwerk und insgesamt acht Heizkesseln erzeugt. Dabei geht das erhitzte Wasser mit einer Temperatur bis zu 110 Grad Celsius und mit einem Druck von 6 bar unterirdisch auf die Reise ins 21 Kilometer lange Leitungsnetz. Und über Verteiler weiter an 290 Fernwärme-Hausstationen im Versorgungsgebiet. Eine solche Station versorgt je nach Größe und Bedarf einzelne oder mehrere Gebäude.

Derzeit beliefern die Stadtwerke rund 6000 Haushalte und zahlreiche öffentliche, gewerbliche und industrielle Einrichtungen. Die Leitungen unterliegen regelmäßigen Checks. Sensoren melden Druckabfall an die Leitwarte in der Klagenfurter Straße.

Bisher wurden Checks aus der Luft per Hubschrauber mit Wärmebildkamera gemacht“, so Schrameyer. Aber das war teurer. Anlass für die Drohnenflüge sind ein neues Energiemanagement, „das die Energieflüsse erfasst und visualisiert die Energieeffizienz steigern soll“.

Drei Einsatztage waren geplant, zwei sind inzwischen passé: Auffälligkeiten seien dabei nicht entdeckt worden. Diese könnten Hinweise auf eine schlechte Isolierung der Rohrleitungen bringen und dann behoben werden. Bei guten Flugwetter steht am kommenden Dienstag, 3. April, ein dritter und letzter Flugvormittag an. Dann sollen die restlichen Gebiete geprüft sein. Bis gestern waren bereits 80 Prozent der Leitungsstrecken abgeflogen und erfasst, „ohne besondere Auffälligkeiten“, so Stadtwerkesprecher Peter Schrameyer.

Von Heike Bergt

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