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Oberhavel Mit der Sprühdose Gebäude verschönern
Lokales Oberhavel Mit der Sprühdose Gebäude verschönern
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00:17 10.07.2016
Patrick Kieper an der Edis-Schaltstation in Klevesche Häuser. Quelle: FOTO: STEFAN BLUMBERG
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Klevesche Häuser/Gutengermendorf

Er zieht die Blicke magisch auf sich. Mit ruhiger Hand, einer Portion Erfahrung und kreativen Gedanken verwandelt Patrick Kieper trostlos aussehende Objekte zu echten Hinguckern. Aktuellstes Beispiel: die Schaltstation von Edis in Klevesche Häuser. Das kleine, graue Gebäude mitten im Ort strotzt jetzt vor Farben. Der 30-Jährige hat – wie fast immer – ein Motiv aus dem Dorf auf die Wände gebannt. Besser: gesprüht. Patrick Kieper nennt sich Graffitikünstler – und wird dem Namen gerecht. In der gesamten Region hinterließ er mit seinen Farbbüchsen seine Spuren. Die Ergebnisse sind keine Schmierereien, sondern ästhetische Bilder. In Klevesche Häuser finden sich Motive der alten Schule wieder, die etwa 150 Meter weiter auf der anderen Straßenseite steht: eine Lehrerin, die an die Tafel schreibt, ein ans Gebäude gelehntes Fahrrad – und die Bank. „Sie steht auch jetzt noch da“, sagt Patrick Kieper. Die hat er in sein Bild eingebaut. Die anderen Motive entstehen in seinem Kopf, sind Phantasien, aber nicht aus der Luft gegriffen.

„Es ist in der Regel so, dass mir ein bestimmtes Thema vorgegeben wird. Oft entsteht das auf Wunsch der Menschen im Ort. Ich entwickele daraus am Computer eine Idee und lege sie vor. Wenn meine Auftraggeber damit einverstanden sind, geht es los“, sagt Patrick Kieper, der aus Schwante stammt. Er hat sich die Gabe, auf diese Weise Bilder entstehen zu lassen, selbst angenommen; gleich nach dem Abitur ging es los. Er hat dafür nichts studiert, ist auch kein Maler. „Es ist meine Leidenschaft. Ich kann mich auf diese Weise verwirklichen. Wenn auch nicht alle Motive meine sind, ist in allen Motiven meins drin.“

Ein fester Auftraggeber für Patrick Kieper ist die Edis AG. Eine lange Zeit wurden immer Ein-Jahres-Verträge ausgehandelt, der aktuelle geht über drei Jahre. Auch diese Zeit wird nicht ausreichen, wenn das Unternehmen alle Schalt- und Trafostationen vom Zustand „öde“ in „schick“ verwandeln lassen will. Vor vier Jahren hieß es, dass 1500 Häuschen „bemalt“ waren, 21 000 (!) noch nicht. Insofern hat der Künstler noch viel Arbeit vor sich – bis zur Ostsee geht das Einzugsgebiet. In dem tummelt sich lediglich noch eine weitere Firma. Wismar, Stralsund, Greifwald – das sind Orte, in denen er regelmäßig arbeitet. Andererseits tut er das in Klevesche Häuser oder – wie jetzt aktuell – in Gutengermendorf. Dazu kommen private Aufträge. Und überall zieht er mit der Arbeit die Blicke auf sich.

Von Stefan Blumberg

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