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Oberhavel Mit der Wunschbox in den Wahlkampf
Lokales Oberhavel Mit der Wunschbox in den Wahlkampf
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18:14 16.02.2017
Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche aus Lehnitz (l.) mit der CDU-Stadtchefin Nicole Walter-Mundt. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Als der Termin für die Bundestagswahl und damit auch die Bürgermeisterwahlen in Oranienburg feststand, kam der 24. September 2017 Kerstin Kausche gut zu Passe. Denn sie ist vor wenigen Tagen mit einer „Wunschbox“ in den Wahlkampf gestartet. Drei davon stehen derzeit im Geschäft von Radio Mundt am Bötzower Platz, in der Schlossparfümerie beziehungsweise im Frisiersalon Öhmke in der Koblenzer Straße. Zwei weitere in Arztpraxen. Dazu gibt es Wunschzettel und Bleistift. Jeder kann seinen „Wunsch“ an die Bürgermeisterkandidatin der CDU dort hineinwerfen. „Eine Box habe ich zu meinen Gesprächsterminen immer dabei.“ So wie jüngst beim Familiensportverein, der sich zum Beispiel Klarheit wünschte, ober er im Haus der alten Kita Lindenring bleiben kann oder nicht.

„Mein Postamt ist bis September geöffnet“, sagt Kerstin Kausche, dann möchte die Lehnitzerin alle Wünsche zusammenfassen, daraus einen Kalender gestalten und bis zum Wahltag „jeden Tag ein Türchen öffnen mit ganz konkret formulierten und für mich umsetzbaren Zielen. Sozusagen mein Programm für die ersten 100 Tage.“

Auch mit einer Plakataktion ist die Bewerberin ums Bürgermeisteramt seit drei Wochen sichtbar präsent. An zehn privaten Grundstücken, wie seit gestern auch am Parkplatz der Bäckerei Grünler in Oranienburg, wirbt sie darum, sich für sie als neue Chefin im Schloss zu entscheiden.

Und es gibt die monatlichen Bürgersprechstunden, jeden ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr im „Café Rondell“ in Lehnitz. Zudem sei sie zu vielen Gesprächen unterwegs, so beim Unternehmerfrühstück im März, beim Malzer Frauenfrühstück oder bei der Frauen-Union. „Hier kristallisiert sich heraus, was die Leute bewegt, was sich verändern muss.“

Was Kerstin Kausche auf jeden Fall angehen möchte: „Das Parkraumbewirtschaftungskonzept der Stadt hat nicht das bewirkt, was es sollte.“ Sie findet, Parkuhren reichen und sie will die „Brötchentaste“ auf 30 Minuten erweitern. „Sicher, wir brauchen Radwege, können aber die Autofahrer nicht verteufeln. Wenn wir sagen, Innenstadt- vor Außenentwicklung und dann kommen die Leute in die City und müssen bezahlen – da müssen wir andere Lösungen suchen.“

Auch in Sachen Schule, speziell in Lehnitz, sieht sie noch viel Redebedarf. Die Lehnitzer wollten ihre kleine, feine Schule behalten. Ein Anbau sei o.k. Aber reicht der noch, wenn zum Beispiel die Häuser auf dem Gelände des ehemalige Jüdischen Erholungsheims fertig sind?, fragt sie. Sie sieht vor allem auch Redebedarf zwischen Stadt und Kreis, was die Entwicklung von Lehnitz-Ost betrifft. „Hier könnte ein großes Wohngebiet für Oranienburg entstehen.“

Und was ist mit der Küche für das Kita- und Schulessen? „Küchen an vier verschiedenen Standorten können nicht billiger sein als ein großer.“ Auch hier, so findet die Bürgermeisterkandidatin, sollte nicht das letzte Wort gesprochen sein.

Von Heike Bergt

„Mein Berufsziel ist es, bei der Uno, der Unesco, Amnesty International oder Pro Asyl zu arbeiten“, sagt Lilli Trebs. Die 20-Jährige aus Birkenwerder hat ambitionierte Ziele – befindet sich aber schon auf dem Weg dorthin. Momentan engagiert sie sich in der Türkei.

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