Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Mit der Zeitmaschine auf Anfang

Zehdenick Mit der Zeitmaschine auf Anfang

200 geladene Gäste erlebten am Donnerstag im Klosterhof den ersten Akt des Zehdenicker Festwochenendes und ein humorvoll inszeniertes Schauspiel. Die Zuschauer bekamen zu Beginn einen Schemel mit 800-Emblem in die Hände gedrückt, den sie während der Aufführung der „Zehdenicker Moritaten“ mehrfach umsetzen mussten. Die Exkursion wurde von Innenminister Karl-Heinz Schröter angekurbelt.

Zehdenick 52.9791731 13.3378948
Google Map of 52.9791731,13.3378948
Zehdenick Mehr Infos
Nächster Artikel
Die ersten Feststunden in der Havelstadt

Rasseln für das Jubiläum: beim Festakt im Klosterhof durfte das Publikum mitspielen.

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Karl-Heinz Schröter musste kräftig kurbeln, um die Zehdenicker Zeitmaschine zurückzudrehen und an den Punkt zu gelangen, da aus einer Siedlung am Fluss eine Stadt wurde. Gut, dass der Minister für Inneres und Kommunales und passionierte Läufer immer noch gut im Training steht. Ihm oblag es am Donnerstagabend, ein humorvolles Festspiel zur Jahrhundertfeier anzuschieben.

Mit 200 geladenen Gästen beging die Stadt im Klosterhof den ersten würdigen Akt dieses Festwochenendes. Nach Grußbotschaften der Partnerstädte und der politischen Vertreter aus Kreis und Land wurden im früheren Dormitorium der Zisterzienserinnen die „Zehdenicker Moritate“ uraufgeführt. Sechs Ereignisse verschiedener Epochen hatten Schauspieler dafür szenisch aufbereitet.

Mit der urkundlichen Erwähnung 1216 bekam ein bis dahin unbekannter Ort ein Gesicht – und der nördlichste Ort der Befestigungskette im Osten war gesetzt. Bürgermeister Arno Dahlenburg sagte, er sei glücklich, Teil dieses Jubiläums zu sein, dass es so nie wieder geben werde. Die 24 Jahre seit der 775- Jahrfeier seien dagegen ein Wimpernschlag – für viele aber die präsenteste Epoche.

Wollte man die Etappen auf einem Stimmungsbarometer darstellen, habe Zehdenick einen fulminanten Start hingelegt, schwächelte dann ein wenig und habe zuletzt verlorenen Boden wieder gut gemacht, so Dahlenburg. Dass viele Freunde der Stadt zur 800-Jahrfeier gekommen seien, lasse die Strapazen der vergangenen Wochen und Monate ins Hintertreffen geraten.

Karl-Heinz Schröter lobte Zehdenick als „starke Stadt mit einer tollen Geschichte“. Dass sich die Zehdenicker von dem Tief Anfang der 1990er Jahre erholt hätten und die Stadt zu neuer Blüte gelangt sei, deute er als Beleg für die visionäre Aufbruchstimmung und dafür, dass hier die Ärmel hochgekrempelt würden. Er freue sich, so Schröter, dass es inzwischen wieder mehr Zu- als Wegzug gebe und die Einwohnerzahlen gestiegen sind. Zehdenick gehöre zu den ältesten Städten in Brandenburg und das erreichte Alter verleihe ihr Würde, so der Minister. 800 Jahre seien wie 800 Seiten in einem Buch. Insbesondere die letzten 25 seien „ganz bewegend“ gewesen.

Dass Zehdenicker auch in der Ferne zu Ehren kämen, machte Schröter an Gerhard Langmeyer deutlich – der langjährige Dortmunder Bürgermeister gehörte am Donnerstag zu den Ehrengästen der Veranstaltung. „Wir sind dankbar, dass Zehdenick zu unserem Kreis gehört“, würdigte auch Landrat Ludger Weskamp.

Zu später Stunde musste sich dann auch das Publikum bewähren und im Chor den beliebten Zungenbrecher „Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Ziegel zur Zehdenicker Ziegelei“ aufsagen.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg