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Mitmachen besser als Zuschauen

Bergfelde Mitmachen besser als Zuschauen

Die Freiwillige Feuerwehr Bergfelde hat zum 2. Mal einen Mitmachtag veranstaltet. So etwas sei besser als das Zuschauen bei einem Tag der offenen Tür, sagt Wehrleiter Thomas Bruch. Wer einen Schlauch in die Hand nehme und selber lösche, erwäge vielleicht eher, bei der Feuerwehr mitzumachen, sagt er.

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Weil der Wind das Feuer am Holzhaus schnell entfachte, mussten sich die Freiwilligen sputen mit dem Löschen.

Quelle: Fotos: Marion Bergsdorf

Bergfelde. Das Haus aus Lattenholz mit dem Brenner anzuzünden und zu spüren, wie es ganz fix so richtig heiß auf der Haut des Gesichtes wird, das konnten am Sonnabend zehn Frauen und Männer, die nicht zu den aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Bergfelde gehören. Noch nicht. Doch vielleicht war das Erlebnis des Selbstmachens der Anstoß, sich der Feuerwehr anzuschließen.

Im vergangenen Jahr hatte das geklappt. Da hatten sich fünf Freiwillige beim Mitmachtag der Wehr gefunden, und vier sind dabeigeblieben. Das berichtete der Zugführer des Löschzuges Bergfelde, Thomas Bruch, während der Veranstaltung am Sonnabend. Bruch erklärte das Anliegen: „Wir wollten wegkommen vom Tag der offenen Tür als eine Veranstaltung, bei der nur passiv zugeschaut wird und das Ganze eher Festcharakter hat. Mal selbst ein Gerät in die Hand zu nehmen und zu spüren, wie viel Kraft nötig ist, um es zu bedienen, das ist eine ganz andere Sache. Oder auch die Hitze auf der Haut zu spüren, wenn es brennt, das ist eine wichtige Erfahrung.“

Mit schwerem Gerät versucht dieser Freiwillige, ein Auto zu zerlegen, um Fahrzeuginsassen zu befreien

Mit schwerem Gerät versucht dieser Freiwillige, ein Auto zu zerlegen, um Fahrzeuginsassen zu befreien.

Quelle: Marion Bergsdorf

Beim Mitmachtag am Sonnabend am Feuerwehrdepot in Bergfelde konnten sich die Besucher Feuerwehrkleidung anziehen und alle Handgriffe von A bis Z in Ruhe und mit Anleitung kennenlernen. Zum Beispiel wie man eine Wasserversorgung aufbaut oder wie man ein Auto zerlegt, um verletzte Personen aus dem Inneren des Fahrzeuges zu holen. Gebannt verfolgten Kinder und Erwachsene, wie die Feuerwehrleute eine Seitenscheibe einschlugen, ohne dass dabei Fahrzeuginsassen zu Schaden kommen. Die Aktiven hielten vom hinteren seitlichen Fenster eine Fußbodenmatte von Innen an die vordere Autoscheibe, damit diese beim Bersten nicht nach innen Schaden anrichten kann.

Die Attraktion war das recht große, aus Holzpaletten zusammengesetzte Haus auf einer Feuerschale, das mit dem Brenner in Brand gesetzt wurde. Starker Wind brachte das Feuer sehr schnell in Fahrt, sodass die Feuerwehrleute sich spurten mussten, das Feuer zu löschen.

Große und kleine Besucher verfolgten staunend, wie die Feuerwehrleute ein Holzhaus aus Paletten entzündeten, um dann das Feuer zu löschen

Große und kleine Besucher verfolgten staunend, wie die Feuerwehrleute ein Holzhaus aus Paletten entzündeten, um dann das Feuer zu löschen.

Quelle: Marion Bergsdorf

„Selber den Schlauch zu halten und das Feuer zu löschen, das ist etwas anderes als nur zuzuschauen“, freute sich Zugführer Thomas Bruch über die staunenden Gesichter. Bruch weiter: „Wir haben viele Zuzügler aus Großstädten bei uns in Bergfelde. Manche denken, wir haben eine Berufsfeuerwehr so wie in Großstädten. Doch das ist nicht der Fall. Wie sind freiwillige Kräfte, wir sind hier die Profis.“ Mit der richtigen Ausbildung und Anleitung könne das jeder lernen, betont Bruch. Bei solchen Mitmachtagen würden viele Besucher die Menschen kennenlernen, die in den Uniformen steckten. So würden manche erfahren: „Mensch, das ist ja mein Nachbar, der da bei der Feuerwehr mitmacht.“
Nach den Übungen beim Mitmachtag luden die aktiven Wehrleute die Gäste der Veranstaltung noch zu einem gemütlichen Grillen auf dem Hof der Feuerwache ein. Dabei kam es zu lockeren Gesprächen um das gesamte Drumherum der Freiwilligen Feuerwehr. Zum Beispiel zur Ausbildung und zu Einsätzen. Noch immer sei es schwierig, sagt Bruch, die Einsatzbereitschaft am Tage zu gewährleisten. viele Wehrmitglieder würden in Berlin arbeiten. „Bis die aus Berlin hier sind, ist der Einsatz vorbei.“ Deshalb sei es wichtig, Verstärkung vor Ort zu bekommen. Vielleicht hat der zweite Mitmachtag wieder dabei geholfen.

Von Marion Bergsdorf

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