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Mitte Juli wird zwei Tage lang gefeiert

800 Jahre Kremmen Mitte Juli wird zwei Tage lang gefeiert

Am Sonntag ist das Festjahr mit einer Feier in Brandenburg an der Havel eröffnet worden. Aber so richtig gefeiert wird in Kremmen Mitte Juli. Auf dem Kirchplatz soll die Party steigen und zwei Tage dauern – mit einem Mittelalterfest und vieles mehr. Ein Polit-Promi kommt auch.

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Ersterwähnung von Kremmen: am 28. Dezember 1216.

Quelle: Enrico Kugler

Kremmen. Erst 1998 feierte Kremmen eine 700-Jahr-Feier. Nun, 2016, sind es schon 800 Jahre. Allerdings geht es diesmal nicht um die Erlangung des Stadtrechts, sondern um die erste urkundliche Erwähnung Kremmens. Die Original-Urkunde lag am Sonntag im Dom zu Brandenburg an der Havel aus. Dort feierte Kremmen mit weiteren zehn Orten in Brandenburg die Ersterwähnung im Jahre 1216. Das Festjahr ist also eröffnet. Detlef Reckin, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, nutzte die Chance, einen Blick auf die Urkunde zu werfen.

Eigentlich war zum 800. Geburtstag Kremmens gar keine Feier geplant, zumindest von städtischer Seite. „Wir haben uns schwer getan, das Fest im Kalender unterzubekommen“, sagte Detlef Reckin. So stand die Frage im Raum, die Feier mit dem Erntedankfest zusammenzulegen. „Dann aber hat sich die Kirche bereiterklärt, das zu organisieren.“

Einen Termin gibt es schon – und inzwischen steht auch der grobe Rahmen für das Programm fest. Am Montagabend tagt der Ortsbeirat im Gemeindehaus, und auch dort geht es um das Festprogramm. Es ist für das Wochenende 16. und 17. Juli geplant, also am letzten Wochenende vor den Sommerferien.

„Eigentlich ist die Urkunde auf den 28. Dezember 1216 datiert, aber da ist es zu kalt zum Feiern“, sagt Kirchenmitarbeiter Matthias Dill. Das Fest Mitte Juli findet auf dem Kirchplatz statt. Geplant ist ein zweitägiges Mittelalterfest mit „Spilwut“. Es kommen Gaukler und Feuerkünstler. Am Nachmittag des Sonnabends, 16. Juli, gibt es zwar keinen Festumzug, aber auf der Bühne an der Kirche soll die 800-jährige Geschichte der Stadt in lebenden Bildern dargestellt werden. „Von der ersten Erwähnung bis heute“, sagt Matthias Dill. Schlachten, das Mittelalter, der alte Fritz, der Bau des Rathauses, die Weltwirtschaftskrise, Kriege, Wende und Nachwende – das alles spielt an diesem Nachmittag eine Rolle. Das Ganze wird moderiert von Madeleine Wehle, bekannt aus dem RBB-Fernsehen.

„Da sind viele Leute aus Kremmen dabei“, sagt Matthias Dill. Die Kinder aus den Kitas und Schulen der Stadt denken sich dafür einiges aus, auch andere Institutionen machen dort mit.

Die Band „MTS“ kommt für das Jubiläum nach Kremmen und gibt am 16. Juli ein Konzert mit Liedkabarett. Danach beginnt die „Nacht der offenen Kirche“. Was genau dort passieren soll, steht noch nicht fest. „Vielleicht machen wir Schwarzlichttheater und um Mitternacht ein bisschen Musik“, sagt Matthias Dill. Wer möchte, kann in der Kirche auch übernachten.

Zum Festgottesdienst am 17. Juli um 10 Uhr kommt auch der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe. Das Monbijou-Theater präsentiert danach ein Gastspiel auf dem Kirchplatz.

Wer noch Ideen hat, kann sich an Matthias Dill wenden,  033055/22 21 98. „Viel Platz im Programm ist aber nicht mehr“, fügt er hinzu.

Von Robert Tiesler

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