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Mittsommertanz im Park

Oranienburg Mittsommertanz im Park

Sibylle Schreiber tanzt selbst gern und wagt am Sonnabend ein Experiment: von 14 bis 18 Uhr wird im Schlosspark beim Stadtfest in großer Runde getanzt. Und wer in Weiß kommt und mit einer Blume in Haar oder Knopfloch, der kommt sogar zum halben Preis in den Park.

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Sibylle Schreiber hat seit 20 Jahren die Tanzleidenschaft gepackt, die möchte sie weitervermitteln.

Quelle: Kugler

Oranienburg. Sie tanzt, seit sie laufen kann. Das jedenfalls hätten ihre Eltern immer gesagt. Die Leidenschaft für die Bewegung beim Tanz ist bis heute geblieben. Und Sibylle Schreiber möchte sie weitergeben, fände es sehr schade, „wenn die Tänze in Gemeinschaft und im Kreis, die jeder lernen kann, nicht an die Jungen weitergegeben werden“. Deshalb lädt die frühere Oranienburgerin, die heute in Hohen Neuendorf lebt, innerhalb des Stadtfestes für kommenden Sonnabend, 17. Juni, zum „Mittsommertanzen“ in den Schlosspark ein.

Von 14 bis 18 Uhr kann sich jeder Sibylle Schreiber und den drei Musikern anschließen: Martin Ströfer, der das Akkordeon spielt und aus Hamburg kommen zwei Musiker und Tänzer, die Geige und Bass zum Klingen bringen.

Und wer sich zum Mittsommertanzvergnügen in Weiß kleidet und ein paar Blumen ins Haar bindet, der kommt sogar für den halben Preis an diesem Tag in den Park.

Sibylle Schneider ist ausgebildete Pädagogin und Tanzpädagogin, arbeitet im Job aber als kaufmännische Sachbearbeiterin. Tanzen ist ihr Hobby. Seit vielen Jahren. Sie gehört zum Volkstanzkreis Oberhavel, der rund 20 Tänzerinnen und Tänzer vereint. „Es sind vor allem Kreistänze, wie der schottische Ceilidhi’s, die wir im Schlosspark tanzen wollen.“ Man sollte bequeme Sachen tragen, ansonsten sind keine Voraussetzungen zu erfüllen – nur gute Laune ist mitzubringen.

Das Besondere an diesen Gemeinschaftstänzen oder „Scheunentänzen“ , wie Sibylle Schreiber sie nennt, ist, dass sie seit Menschengedenken getanzt wurden, beziehungsweise nach Feierabend in der Scheune. „Und dass man nicht nur zu zweit, sondern in der großen Gruppe tanzt.“

Die Hohen Neuendorferin bedauert, dass man heute nur noch virtuell Freunde trifft, und ansonsten ziemlich allein ist. „Beim Tanzen fühlt sich niemand allein, sondern mitgenommen. Junge Leute toben sich dabei richtig aus. Und man muss auf einem Fest nicht nur schauen und kaufen, sondern kann selbst aktiv werden.“ Dabei komme es mitnichten auf Perfektion an, sondern ganz auf die Freude. Das Mittsommertanzen am Sonnabend ist ein Experiment. Alle, die es mitorganisieren, tun das ehrenamtlich, tragen die Kosten selbst. Sibylle Schreiber könnte sich vorstellen, es beim Picknick in Weiß anzukoppeln. Doch nun soll es zunächst beim Stadtfest seine Premiere erleben.

Ab acht Leute wird am Sonnabend auf jeden Fall getanzt. Von 14 bis 18 Uhr. „Wir tanzen auf jeden Fall.“ Sie geht davon aus, dass Interessierte, junge Leute, Familien, vorbeikommen, eine Stunde mitmachen, sich der Kreis dann neu zusammensetzt.

Es gibt nur ein einziges Problem: Wenn es regnet, steht kein „Ausweichquartier“ zur Verfügung. Aber Petrus wird den Mittsommertänzern gewogen sein.

Von Heike Bergt

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