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Oberhavel Modderfahrten mit der Marke Eigenbau
Lokales Oberhavel Modderfahrten mit der Marke Eigenbau
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00:17 25.06.2017
Das Schlammbad – hier beim Oldtimertreff in Friesack – gehört zum Buggysport dazu. Quelle: Fotos: UG
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Leegebruch

Wenn sich die Räder seines Buggy durch den Schlamm wühlen, ist für Dennis Freitag aus Leegebruch die Welt in Ordnung. „Im Modder zu fahren, macht einfach Spaß“, lacht der 34-Jährige, auch wenn nach jedem seiner Buggyrennen erst einmal eine ausgiebige Dusche und fürs Fahrzeug eine Grundreinigung mit dem Hochdruckreiniger notwendig ist.

Bei einem Treckertreffen wurde der Leegebrucher auf den Buggysport aufmerksam. Mit einem Kumpel kurvte er durch eine Kiesgrube und wurde mit dem Buggyvirus infiziert. Er beschloss, sich selbst einen Buggy zu bauen. Er lernte, guckte zu und informierte sich. Das Baumaterial für das Fahrzeug besorgte er sich im Stahlhandel. Das technische Zubehör stammt zum Teil aus alten Autos, die der Leegebrucher ausschlachtete oder wurde kurzerhand selber gebaut. So tat das Getriebe seines Buggys zuvor in einem alten Bulli, einem T3, seinen Dienst. Und der Dieselmotor seines Buggys gehörte einst zu einem Golf 3 Variant 1,9 Liter TDI. Doch nicht alles hat auf Anhieb gepasst.

„Ich experimentiere gerne und habe mehrere Motoren getestet. So ist der Buggy eben eine Mischung und vieles ist selbstgebaut“, so der 34-Jährige nicht ohne Stolz. Doch darf er mit seinem Buggy mit Heckantrieb, der zudem mit speziellen Offroadreifen ausgestattet ist, nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren. „Es gibt zu viele Auflagen.“ Eine Straßenzulassung gibt es für den Selbstbau deshalb nicht. Obwohl Überrollbügel und Dreipunktgurt den Zweisitzer zu einem sicheren Fahrzeug machen. „Bisher hatte ich noch keinen Unfall. Ich habe einfach Spaß am Bauen. Just for Fun“, erklärt der gebürtige Kyritzer, den die Liebe 2011 nach Leegebruch verschlagen hat.

Ein Buggy wie ein Boot – zumindest vorn

Gebaut habe er seinen Buggy im vorderen Bereich wie ein Boot mit Bugspitze, beschreibt Freitag den Entstehungsprozess seines mittlerweile zweiten Eigenbaus von 2015, in dem auch Teile des ersten Versuchs von 2006 verbaut sind. „Man beginnt mit einer Skizze. Überlegt, wie soll er eigentlich aussehen. Aber man kann immer noch was verbessern. Beim ersten Buggy war mir die Leistung zu gering“, verrät der Buggybauer. An den Wochenenden wird in der Garage getüftelt und sich mit Freunden, die sein Hobby teilen, fachmännisch ausgetauscht. „Man hat viele Fragen.“ Doch nicht alle Betriebsgeheimnisse werden preisgegeben. Auch nicht von Dennis Freitag, der außerdem gerne Musik von AC/DC und Rammstein hört.

Bei einem Schweißerlehrgang konnte der Leegebrucher weiteres Fachwissen für sein Hobby erwerben. Von Buggyforen im Internet hält er hingegen nicht so viel. Lieber fährt Dennis Freitag, mit seinem Buggy auf dem Trailer, an Wochenenden zu Veranstaltungen wie den Oldtimer- und Treckertreffen in Friesack, in Trechwitz oder Blankenberg in Sachsen. Dort trifft er mit seiner Freundin Gleichgesinnte. Übernachtet wird im Zelt. Bis zu 1500 Zuschauer stehen dann fasziniert an der Rennstrecke. Fiebern bei den Wettkämpfen mit. In der Klasse bis 90 PS erreichte Freitag in Blankenberg seine bisher beste Platzierung: einen ersten Platz.

„Einen Buggy zu fahren bietet ein völlig anderes Fahrgefühl als ein Auto. Man muss sich konzentrieren, sonst liegt man schnell auf der Seite.“ Davon ist der Leegebrucher bisher verschont geblieben, doch nicht immer geht alles glatt. Mal bleibt der Buggy auch im Schlamm stecken. Dann geht es nur mit fremder Hilfe wieder weiter. „Buggyfahren ist wie Autofahren ohne Scheibe.“ Schlammbad inklusive.

Von Ulrike Gawande

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