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Modellbahner wollen digitale Steuerung

Kremmen Modellbahner wollen digitale Steuerung

Hans-Jürgen Passlack (64) aus Schwante kümmert sich im Kremmener Modelleisenbahnverein vor allem um die digitale Steuerung. Seit zwei Jahren ist er Mitglied, und vorher wurden die Züge auf den Anlagen noch händisch gesteuert. Auf einer zweiten Anlage mussten Gleise umgebaut werden.

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Hans-Jürgen Passlack aus Schwante an der zweiten Modellbahnlage, die in Kremmen aufgebaut worden ist.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Die neueste Errungenschaft auf der Kremmener Modelleisenbahnplatte: Ein Zug, bei dem auf einem offenen Waggon eine Kamera befestigt ist. Auf einem kleinen Monitor können die Fahrten nun live beobachtet werden.

Hans-Jürgen Passlack beobachtet genau, was auf dem Monitor zu sehen ist. Der 64-Jährige aus Schwante ist seit zwei Jahren im Modelleisenbahnverein in Kremmen aktiv, der seine Räume in der Ruppiner Straße 60 hat. Auch zu Hause hat Passlack eine Modelleisenbahn, und in Kremmen kam er einst zum „Tag der offenen Tür“. „Beruflich hatte ich nicht mehr so viel zu tun, ich hatte Freiräume, und ich dachte, hier kann ich mich mit den anderen austauschen und Erfahrungen einbringen.“ Er konnte und kann es immer noch.

Modellstadt

Modellstadt.

Quelle: Robert Tiesler

In Kremmen kümmert sich Hans-Jürgen Passlack vor allem um den Bereich der digitalen Steuerung. „Die Anlage wurde noch händisch betrieben“, erzählt er. Nach und nach ist die Anlage umgestellt worden, inzwischen läuft alles automatisch mit entsprechenden Programmen.

Seit einiger Zeit hat der Verein eine zweite Anlage. „Aber vernünftige Zugfahrten waren dort nicht möglich“, erzählt der Schwantener Modellbahnfan. „Wir mussten daran arbeiten, einen guten Fahrbetrieb hinzubekommen. Wir haben Gleise entdeckt, die so nicht funktionierten, da waren Sackgassen eingebaut.“

Besetzte Gleise

Besetzte Gleise.

Quelle: Robert Tiesler

Zu Hause arbeitete er an einer neuen Gleisplanung. „Das finde ich sehr spannend, das Hobby betreibe ich seit meiner Kindheit“, sagte der 64-Jährige. Ihn reizen die technischen Problemstellungen, aber auch das Kreative an den Anlagen, also der Landschaftsbau oder witzige Geschichten.

Momentan überlegen die Vereinsmitglieder, die Anlage im oberen Stockwerk komplett umzubauen. „Wir versuchen rauszukriegen, ob wir das wirklich wollen und was die Konsequenzen wären. Wir haben alle viele Erfahrungen mit solchen Anlagen, und die wollen wir in eine überarbeitete Anlage einbringen.“ Es sei auch nicht unüblich, dass Modellbahner ihre Anlagen komplett ab- und wieder aufbauen.

Kremmener Erntefest – auf der Modellplatte

Kremmener Erntefest – auf der Modellplatte.

Quelle: Robert Tiesler

„Die große Aufgabe fehlt uns gerade ein bisschen“, gibt der Vereinschef Peter Kähler in dem Zusammenhang zu. „Und das wäre als Aufgabe ganz interessant.“

Momentan kommen sieben Jugendliche regelmäßig in den Verein, insgesamt hat er 24 Mitglieder, davon sind zwölf aktiv. Nachwuchs zu finden sei das größte Problem, sagt Hans-Jürgen Passlack.

Blick in eine der Straßenschluchten

Blick in eine der Straßenschluchten.

Quelle: Robert Tiesler

Der Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik hat schon versucht, auch die eigenen Kinder für die Modellbahn zu begeistern. „Das ist mir bis jetzt noch nicht gelungen“, sagt er. „Aber vielleicht kommt das ja später noch.“

Von Robert Tiesler

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