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Möbelhaus statt Trödelmarkt

Oranienburg Möbelhaus statt Trödelmarkt

An der Friedensstraße will Porta ein neues Einrichtungshaus bauen. Das Boss-Möbelhaus in unmittelbarer Nachbarschaft soll bleiben. Der Neubau entsteht auf der Fläche, wo regelmäßig Oranienburgs Trödelmarkt stattfindet. Die Frage ist auch, was passiert mit dem alten Praktiker-Baumarkt.

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Direkt vor Boss (im Hintergrund ) will Porta bauen.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Vielleicht bekommen die Oranienburger bald ein weiteres Möbelhaus. Im Oranienpark, zwischen Friedensstraße und Oranienburger Kanal, soll es entstehen, direkt neben dem jetzigen Möbel Boss. Es ist die Fläche, auf der jedes Wochenende der große Trödelmarkt von Oranienburg stattfindet.

Dem Anliegen des Investors spricht nichts entgegen. Ein Möbelhaus an dieser Stelle widerspricht nicht dem Einzelhandelskonzept der Stadt, es ist nicht zentrenrelevant, ist der Fachausdruck dafür. Im Juli dieses Jahres hatte die Porta Ost V+V GmbH und Co. KG den Antrag für einen B-Plan gestellt. Am Dienstag sollte der Bauausschuss seine Meinung dazu abgeben. Und schon mal vorweg: Für die Aufstellung des Planes hoben fünf die Hand, sechs Abgeordnete enthielten sich der Stimme.

Der Investor, der gleichzeitig der Betreiber des Boss-Möbelhauses ist, möchte sein neues Einrichtungshaus auf dem rund 31 000 Quadratmeter großen Grundstück errichten. Die Verkaufsfläche läge bei 18 500 Quadratmetern plus 8000 Quadratmeter für Lager und Stellplätze. Die etwa 3,6 Hektar große Bebauungsfläche liegt im Außenbereich, deshalb ist ein B-Plan nötig.

Die Bauausschussmitglieder gingen ein wenig skeptisch an die Sache ran. Olaf Kästner (Die Linke) hatte seine Bedenken, dass mit dem Neubau der bisherige Boss-Möbelmarkt den Bach runtergehen und als Abschreibungsmasse benutzt werden könnte. Der Boss-Markt soll bleiben, im Porta-Markt werden höherpreisige Möbel angeboten, ist der Kenntnisstand von Baustadtrat Frank Oltersdorf.

Die Frage tauchte ganz automatisch auf, was passiert mit dem alten Praktiker-Baumarkt im Oranienpark neben Kaufland

Die Frage tauchte ganz automatisch auf, was passiert mit dem alten Praktiker-Baumarkt im Oranienpark neben Kaufland.

Quelle: Enrico Kugler

Frank Rzehaczek (CDU) hatte zwar grundsätzlich keine Bauchmerzen mit dem Möbelmarkt. „Aber tun wir uns damit einen Gefallen?“, fragte er. Was die Gesamtsituation im Oranienpark betrifft, hat er kein gutes Gefühl. Seit Jahren gibt es großen Leerstand, die Flächen des Praktiker-Baumarktes sind schon lange verwaist. Andererseits hatte man der Erweiterung von Kaufland nicht zugestimmt. In diesem Fall greift das Einzelhandelskonzept. „Aber nun entsteht gleich nebenan ein Möbelmarkt, dabei müssten wir doch den alten Standort erst mal ertüchtigen“, meinte Thomas Reisen, der als sachkundiger Bürger für die CDU auftrat.

„Da laufen im Moment Klagen, aber wir haben Angebote auf dem Tisch“, sagte Oltersdorf. „Wir haben diese Fläche nicht vergessen, aber es ist sehr kompliziert.“ Die Stadt strebt einen Vergleich an, um die leerstehenden Flächen des ehemaligen Baumarktes wieder nutzen zu können. „Wir haben uns schon weit angenähert“, hatte Oltersdorf im Vorfeld der Sitzung gesagt. Angestrebt wird eine Nutzungsänderung. Denn für einen Baumarkt ist die Halle zu klein, aber vielleicht käme doch eine Kaufland-Erweiterung in Frage. Doch dazu hielt sich der Baustadtrat vollkommen bedeckt.„Im nächsten Bauausschuss bekommen Sie dazu eine Vorlage“, stellte Oltersdorf in Aussicht.

Von Andrea Kathert

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