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Mögliche Entschärfung am Freitag

Oranienburg Mögliche Entschärfung am Freitag

Was liegt im Neubaugebiet auf dem Grundstück „Zur Rolle 20“ in der Tiefe? Bis Donnerstag haben sich die Sprengmeister des KMBD bis dorthin vorgegraben. Der Sperrkreis für Freitag ist gezogen.

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Der Sperrkreis ist am kommenden Freitag bis 8 Uhr zu verlassen.

Quelle: Karte: Stadt Oranienburg

Oranienburg. Liegt auf dem Grundstück im Neubaugebiet „Zur Rolle 20“ ein Zerscheller? Eine möglicherweise schon geborstene Bombe? Klarheit, welche Gefahr von der im letzten Jahr entdeckten Anomalie ausgeht und ob es sich um ein Kriegsrelikt handelt, wird es am morgigen Donnerstag geben.

Nach der Winterpause war um den Verdachtspunkt im Neubaugebiet der Spundwandkasten in die Erde gepresst und mit der Grundwasserabsenkung begonnen werden, um den georteten metallischen Gegenstand freilegen zu können. Bis übermorgen werden sich die Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) soweit vorgegraben haben, dass eine Aussage zum Gegenstand in der Tiefe möglich ist.

Erweist sich der metallische Gegenstand als Bombenkörper, wird es am Freitag, 21. April, eine Entschärfung geben. Erst wenn feststeht, in welchem Zustand sich der im Boden vermutete Zerscheller befindet, gibt der KMBD seine Empfehlung zum Ausmaß des Sperrkreises ab.

Sollte eine Entschärfung notwendig sein, ist der avisierte Sperrkreis mit einem Radius von 600 Metern um den Fundort am Freitag bis 8 Uhr zu verlassen. 850 Bewohner sind davon betroffen und müssen evakuiert werden. Abhängig von der Gefährlichkeit der Bombe, ob sie intakt oder schon zum Teil detoniert ist und in welchem Zustand sich der Zünder befindet, kann der Sperrkreis an der östlichen Grenze möglicherweise so verkleinert werden, dass die Chausseestraße befahrbar bleibt. Die sich auf dieser Straßenseite befindlichen Gewerbebetriebe sind in jedem Fall erreichbar.

Wie lange eine Entschärfung dauert, hängt von den technischen Gegebenheiten, aber auch vom Wetter ab. Die Sache kann sich auch länger hinziehen, falls sich im Laufe der Arbeiten herausstellt, dass eine Sprengung unumgänglich ist. Handelt es sich um einen Zerscheller oder eine nur noch teilweise erhaltene Bombe ohne Sprengstoff wird diese ohne Sperrkreis am Freitag abtransportiert.

Verzögerungen bei der Kontrolle des Sperrkreises oder während der Entschärfung sind ebenfalls wie immer nicht auszuschließen. Die von der Evakuierung Betroffenen sollten den Sperrkreis bitte pünktlich verlassen, um die Arbeit der Sprengmeister nicht zu behindern.

Die Stadtverwaltung richtet am morgigen Donnerstag, 20. April, ab 10 Uhr sowie am Freitag, 21. April, ab 7 Uhr wieder ein Bürgerservice-Telefon ein. Unter der Rufnummer 03301/60 09 00 werden alle Fragen zur möglichen Bombenentschärfung beantwortet.

Von Heike Bergt

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