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Oberhavel Mönchmühle startet 2018 mit Geldsegen
Lokales Oberhavel Mönchmühle startet 2018 mit Geldsegen
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19:25 03.01.2018
Beim Rundgang durch die Mönchmühle: Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) lässt sich von Fördervereinschef Claus Schwartzer das Modell des Gebäudes sowie die historische Technik erklären. Quelle: Enrico Kugler
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Mühlenbeck

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat dem Förderverein Historische Mönchmühle am Mittwochnachmittag einen symbolischen Scheck in Höhe von 11 460 Euro übergeben. Das Geld kommt je zur Hälfte aus Lottomitteln der Staatskanzlei und des Wirtschaftsministeriums.

Die Vereinsmitglieder bringen damit die Sanierung des Außengeländes voran. Insbesondere geht es um die Hofeinfahrt samt Tor sowie den Zaun. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf mehr als 17 000 Euro. Der Verein erbringt einen Teil in Eigenleistung und bekommt zudem Unterstützung von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Im Frühjahr werde die neue Einfriedung des Mühlengeländes fertig sein, kündigte Vereinsvorsitzender Claus Schwartzer an.

Eine der ältesten Wassermühlen des Landes

Die Mönchmühle wurde um 1230 vermutlich von Zisterziensern errichtet und gilt als eine der ältesten Wassermühlen Brandenburgs.

Sie wurde bis 1974 betrieben, danach war sie dem Verfall preisgegeben.

2004 gründeten Enthusiasten den Förderverein Mönchmühle und schoben die Sanierung an.

Unter anderem mit Mitteln von der EU, aus dem Konjunkturpaket II des Bundes sowie Zuwendungen von Land und Gemeinde konnten inzwischen unter anderem das Hauptgebäude gerettet und ein neues Wasserrad eingebaut werden.

Das Wasserrad produziert bereits seit 2012 umweltfreundlichen Strom, der ins öffentliche Netz gespeist wird.

Als nächstes sollen auch Kontor und Mühlenwohnung saniert werden.

Er sei gerne zum wiederholten male in die Mönchmühle gekommen, sagte Woidke: „Jeder Euro, der hier hineingegeben wird, ist ein gut angelegter Euro.“ Darüber hinaus lobte der Ministerpräsident das Engagement der Mitglieder des aus einer Bürgerinitiative hervorgegangenen Fördervereins. „Es beeindruckt mich sehr, wie viel sie schon erreicht haben“, sagte er. Nach jahrelangem Stillstand erzeuge die Mühle seit 2012 wieder Energie, und biete mit dem Mühlensaal einen attraktiven Treffpunkt. Und nicht nur nebenbei sei die Mühle inzwischen zu einem Touristenmagneten im Mühlenbecker Land geworden. Woidke: „Das Land hat ein großes Interesse an Initiativen, bei denen Denkmale gesichert, der Tourismus angekurbelt und Kulturstandorte erhalten und entwickelt werden.“ Für das gesellschaftliche Engagement in Mühlenbeck bedankte er sich herzlich.

Die Freude über die erneute Förderung ist riesig. Quelle: Enrico Kugler

Die Anerkennung des Ministerpräsidenten zeige, „dass die Gemeinde in Zugzwang kommt und sich endlich zur Mönchmühle bekennen muss“, sagt Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD). Die Gemeinde selbst habe bereits mehr als eine halbe Million Euro in den Standort investiert. Weitere 225 000 Euro an Fördermitteln seien für den Ausbau der Müller-Wohnung sowie der Wirtschaftsräume in der oberen Etage bewilligt. „Hier gehört die Gemeindeverwaltung hinein“, sagte Smaldino-Stattaus. Das gelte insbesondere, da für die Nutzung keine Miete anfalle und das Objekt damit unter stetiger Aufsicht wäre. Jetzt sei die Gemeindevertretung am Zug, darüber zu entscheiden. Bisher sei eine Nutzung seitens der Verwaltung leider an den Mehrheitsverhältnissen gescheitert. Die Gemeinde will in der Mönchmühle einen Teil des Tourismusbüros unterbringen. Außerdem soll das Haus offen stehen für Vereine aus der Gemeinde Mühlenbecker Land und darüber hinaus.

Rundgang durch die Mönchmühle. Quelle: Enrico Kugler

Von Helge Treichel

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