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Monika Baumann hat noch viele Pläne

Abschied und Neubeginn beim Oberhavel-Hospiz-Verein Monika Baumann hat noch viele Pläne

Zum alten Eisen will und kann Monika Baumann noch nicht gehören. Donnerstag ist die 63-Jährige in den Ruhestand verabschiedet worden, doch als ehrenamtlicher Hospizberater bleibt sie weiter aktiv. Und ansonsten sind da noch ihre Familie, das Pferd, das Volleyballspiel, der Karnevalsverein ...

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Monika Baumann (vorn) sagt tschüss. In die neue „Doppelspitze“ der Koordinatorinnen rückt neben Ines Knospe (r.) nun Argid Rutenberg. Die „Finanzchefin“ bleibt Barbara Lepke (l.).

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Noch zwei Arbeitswochen, dann ist Schluss. Donnerstag ist Monika Baumann offiziell als Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes verabschiedet worden: „Seit acht Jahren ist sie dabei und hat den Verein geprägt“, so dessen Vorsitzende Sabine Brackmann. Waren es anfangs nur einzelne Familien in Not, die beim Hospizdienst Hilfe suchten und fanden, sind es heute 150 im Jahr. Monika Baumann habe dafür gesorgt, dass jedes Jahr zehn bis 15 Ehrenamtliche als Hospizbegleiter ausgebildet werden. „Und weil in den Familien immer auch traurige Menschen zurückbleiben, hat sie die erste Gruppe der Trauerbegleiter initiiert“, erinnerte Sabine Brackmann. Sie bedankte sich im Namen des Vorstandes „für das Herzblut und die Energie“, die sie eingebracht habe und „den ständigen Antrieb, immer weiterzumachen“.

Seit zwei Jahren hatte Monika Baumann Ines Knospe als zweite Koordinatorin zur Seite. Und die „Doppelspitze“ komplettiert ab November dann Argid Rutenberg. Nach 20 Jahren als Schwester auf der Intensivstation, „wo sterben keinen Platz hat“, fand Ines Knospe 2007 im Verein und Hospizdienst ihren Platz und ihre Berufung. „Mein Schlüsselerlebnis war, dass sich eine Patientin bedankte, dass ich ihr eine halbe Stunde zugehört hatte. Das konnte es nicht sein. Heute ist es mein Beruf, auch Zeit zum Zuhören zu haben.“ Ähnlich ging es Argid Rutenberg. Die 47-Jährige aus Hohen Neuendorf suchte eine neue Herausforderung jenseits der OP-Säle. Ihr ist es besonders wichtig, „den Ehrenamtlichen unsere Wertschätzung zu zeigen, sie sind die Basis unserer Arbeit, das Hospiz gibt es nur durch sie“.

Monika Baumann verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn die 63-Jährige fühle sich längst nicht als Rentner. Sie bleibt weiter ehrenamtliche Betreuerin: „Ich habe dabei tolle Menschen kennengelernt und Freunde gefunden.“ Zudem will sie eine Palliativberatung in Oranienburg mit betreuen, sich in die Leegebrucher Flüchtlingsinitiative einbringen. Montags lernt sie Englisch, geht oft reiten und joggen. Und da ist noch der Karnevalsverein von Teschendorf. Ihre Tankstellen für Lebensfreude.

Von Heike Bergt

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