Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Monique Müller frisiert die Stars seit 20 Jahren
Lokales Oberhavel Monique Müller frisiert die Stars seit 20 Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:13 03.08.2017
Die Friseurmeisterin Monique Müller hat mit Jörg Carda das Geschäft aufgebaut.
Hennigsdorf

Monique Müller und ihre Kollegen haben schon die Scheren an bekannten Köpfen angesetzt. Egal ob Natascha Ochsenknecht, Lena Gerke oder Frida Gold – die Hennigsdorfer Friseurmeisterin kennt sie alle. Einsätze bei der Fashion Week in Berlin und auch für die Castingshow „Germany’s next Topmodel“ hat sie in ihrer Vita. „Solche Aufträge ergeben sich manchmal spontan“, sagt die 44-Jährige.

Am Freitag feiern Monique Müller und ihr Geschäftspartner Jörg Carda das 20. Jubiläum ihres Friseurgeschäfts „Casablanca Hairstyle“ in der Hauptstraße. „Die Jahre sind rasend schnell vergangen“, sagt Müller. Im August 1997 eröffnete sie mit Carda das Geschäft, anfangs sollte alles frisch und jugendlich wirken – an den Wänden gab es Graffiti, aus den Boxen wummerten Charthits. Das Duo kooperierte mit Fitnessstudios, der Beatfabrik oder Solarien, um Kunden zu gewinnen. Im ehemaligen Ziel-Kino flimmerte eine Werbung für den Salon über die Leinwand. Bezahlt haben die beiden alles von Ersparnissen und Krediten. „Wir haben viel Herzblut reingesteckt und sind ein Risiko eingegangen“, sagt Jörg Carda. Das Risiko hat sich gelohnt. Am Anfang gab es vier Angestellte, heute sind es 21. Zudem hat das Friseurgeschäft expandiert. Vor zehn Jahren kam ein zweiter Laden direkt nebenan dazu: Die Kunden waren reifer geworden, nicht mehr jeder wollte Musik beim Frisieren hören. „Zu uns kann nun auch die Dame kommen, die nebenbei lieber ihre Zeitschrift liest und einen Prosecco trinkt“, sagt Monique Müller. Für das jüngere Publikum gibt es den Laden „Monique Müller Friseure“ direkt nebenan, der in diesen Tagen wiederum den zehnten Geburtsgag feiert.

Ein drittes Jubiläum gibt es in Oranienburg zu feiern, vor fünf Jahren eröffnete das Duo hier eine weitere Filiale unter dem Namen „Monique Müller Friseure“ in der Bernauer Straße. Der rund 100 Quadratmeter große Laden sei eine Investition gewesen, dort gebe es jetzt aber alles, was das Friseurherz begehrt. In den Umbau der Oranienburger Filiale steckten Carda und Müller rund 275 000 Euro, 78 000 Euro kamen aus EU-Mitteln, weitere 8600 aus dem Stadtsäckel. Die Besucherzahlen sind gerade nach der Eröffnung der Oranienburger Filiale nochmals stark gestiegen, 18 000 Kunden saßen im vergangenen Jahr auf den Frisierstühlen der drei Salons, rechnet Jörg Carda vor.

Die Friseure in den Salons legen Wert darauf, dass ihre Arbeit vergleichbar ist. „Egal, wo sie sich die Haare schneiden lassen, das Ergebnis sollte gleich aussehen“, erklärt Monique Müller. Dabei ist es ihnen auch wichtig, dass echte Persönlichkeiten in ihren Filialen arbeiten. Azubis – derzeit gibt es fünf – müssen im Rahmen ihrer Ausbildung auch an die internationale Friseurschule „Grupo Nebro” im spanischen Malaga. Untergebracht sind sie in dieser Zeit bei einer Gastfamilie. „Es geht weniger um das Fachliche als um die Erfahrung“, so Carda.

Die drei Jubiläen feiert das Team am Freitag nach Dienstschluss. Ab 18 Uhr geht es mit dem Schiff zum Wannsee, abends lassen Carda, Müller&Co. den Tag im Restaurant ausklingen. Für die Zukunft wünschen sich die Hennigsdorfer, dass das Geschäft weiter gut läuft. „Wir werden nicht überheblich“, sagt Jörg Carda, „und hoffen auf jedes weitere Jahr.“

Von Marco Paetzel

Die Orgel in der Dorfkirche im Kremmener Ortsteil Hohenbruch ist 200 Jahre alt. Sie wurde 1817 erbaut und ist sogar älter als die Kirche selbst. 2016 ist sie gewartet worden und klingt nun auch wieder besser. Am kommenden Sonnabend findet ein Festkonzert zum 200. Jubiläum statt.

03.08.2017

Waltraut Krienke und Christian Wollank sind die Sprecher der neu gegründeten Anwohnerinitiative „Gedenkstätte Sachsenhausen – Gedenken im Einklang mit dem Leben“. Der gehören inzwischen 56 Anwohner an. Sie kritisieren unter anderem Lärm und Abgase der Busse, die auch für Erschütterungen sorgen. Machen aber auch Vorschläge für die Lösung des Problems.

02.08.2017

Rund 400 bis 500 Jobs sollen im Hennigsdorfer Werk abgebaut werden. Die verbleibende Zeit – rund zweieinhalb Jahre – solle dazu genutzt werden, frei werdende Flächen für neue Unternehmen attraktiv zu machen, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD).

02.08.2017