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Mühlenbeck eifert Liebenwalde nach

Barrierefreies Wohnen Mühlenbeck eifert Liebenwalde nach

Eine Umfrage hat es ans Licht gebracht: 60 Prozent der Senioren in der Gemeinde Mühlenbecker Land wünschen sich eine Wohn- und Betreuungsmöglichkeit bis ins hohe Alter in ihrem Heimatort. Noch in diesem Jahr will die Verwaltung eine Lösung präsentieren.

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Einweihung des Seniorenwohnparks in Liebenwalde im Juli.

Quelle: Ulrike Gawande

Mühlenbecker Land. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beauftragten die Gemeindevertreter des Mühlenbecker Landes den Bürgermeister, „eine Lösung für das Wohnen im Alter erarbeiten zu lassen und in der Verwaltung die Bedingungen für eine umfassende Beratung und Betreuung der älteren Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“. In dem überfraktionellen Antrag von SPD/B 90-Grüne, CDU/FDP und Die Linke wird dem Verwaltungschef noch ein „Denkanstoß“ mit auf den Weg gegeben: das Konzept der Leitbildgruppe zum „Wohnen im Alter“.

Bereits in der Mai-Sitzung war ein Projekt für betreutes Wohnen und barrierefreien Wohnungsbau mit klarer Mehrheit auf den Weg gebracht worden. Laut der gemeinsamen Beschlussvorlage beauftragten SPD/B 90-Grüne, Freie Wähler und CDU/FDP die Verwaltung, Geld für die Planungskosten und den Grunderwerb in der Haushaltsplanung ab 2016 zu berücksichtigen. Dabei wird ausdrücklich eine Kreditaufnahme in Betracht gezogen. Das Objekt soll 40 Wohneinheiten haben. Der Grundstückskauf soll vollzogen werden, wenn ein Betreiber gefunden ist.

Inzwischen hat sich die Verwaltungsspitze in Liebenwalde informiert. Dort war Anfang Juli ein Seniorenwohnpark eingeweiht worden. Die Stadt selbst investierte rund sieben Millionen in vier Häuser. Die bieten Platz für 40 barrierefreie Wohnungen zwei Wohngemeinschaften mit insgesamt 20 Plätzen sowie Physiotherapie, Friseur und dem Betreuungsteam des Betreibers Michael Bethke. Welche konkreten Möglichkeiten mit welchem Betreiber sich im Mühlenbecker Land bieten, werde die Verwaltung noch in diesem Jahr in den Ortsbeiräten vorstellen, kündigte Bau-Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky an.

Bereits seit vielen Jahren gebe es Bestrebungen, etwas für ältere Menschen zu tun. Mehrere Investoren hätten zwar Interesse bekundet, sich dann aber wieder zurückgezogen, so Labitzky. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus sollte die Kommune – wie Liebenwalde – selbst investieren, meint Werner Haberkern (Freie Wähler). Auf lange Sicht ließen sich so sogar Einnahmen generieren. In Kita, Schule und Sport habe die Gemeinde bereits 40 Millionen Euro investiert. „Jetzt sind mal die Alten dran“, fordert Haberkern, der das Projekt gern mit sozialem Wohnungsbau verbinden würde.

Von Helge Treichel

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