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Mühlenbecker Land: Die Steuereinnahmen steigen

Oberhavel vor der Wahl - Teil 4 Mühlenbecker Land: Die Steuereinnahmen steigen

Dieser Ort ist ein künstliches Gebilde, das erst im Jahr 2003 aus dem Zusammenschluss von ehemals vier selbstständigen Gemeinden entstand. Ziel war es unter anderem, die Finanzkraft zu bündeln. as Vorhaben zeigt Wirkung: Die Steuereinnahmen steigen stetig.

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Die Mönchmühle ist Herzstück und Namensgeber der Gemeinde. Die Ruine entwickelt sich zum Kleinod.

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbecker Land. Großinvestitionen wie der Neubau der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (13,6 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt) und der Anbau für die Schildower Europagrundschule Am Fließ (2,8 Millionen Euro) zeigen, dass die Rechnung offenbar aufgeht. Kämmerin Kerstin Bonk bescheinigt der Gemeinde eine insgesamt stabile Finanzsituation. Diese werde ab 2018 auch wieder schuldenfrei sein, wenn die zinslosen Darlehen für die beiden Schulbauten, insgesamt 8,2Millionen Euro, zurückgezahlt sind. Auch die Steuereinnahmen wachsen leicht. Insbesondere kleine und mittelständische Gewerbebetriebe lassen in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro in die Gemeindekasse fließen, voraussichtlich 100000Euro mehr als im Vorjahr. Auch die Grundsteuer fließt stabil, bescheinigt die Finanzfachfrau. Am meisten profitiert die Gemeinde allerdings von den wohlhabenden Einwohnern. Von der Einkommenssteuer fließen in diesem Jahr 4,9 Millionen Euro in den Haushalt ein, eine Steigerung um neun Prozent zu 2013.

Das mag auch am Bevölkerungszuwachs liegen. Besonders sichtbar wird dieser unmittelbar neben dem Rathaus – im Wohnpark „Am Tegeler Fließ“. Voraussichtlich Ende nächsten Monats werden alle 123Parzellen verpachtet sein, sagte Edmund Heidner, Vorstand der Paasche AG als Vorhabenträger. Damit ist die Gesamtfläche innerhalb von fünf Jahren vermarktet worden. Üblich sind acht bis zehn Jahre. Aber nicht die Kommunalpolitik kann sich das auf die Fahne schreiben. „Wir sind Krisengewinnler“, sagt Heidner mit Blick auf die niedrigen Kreditzinsen.

Sichtbar wird die Entwicklung im Mühlenbecker Land auch an ihrem namensgebenden Herzstück, der Mönchmühle. Der Trägerverein, der gerade sein zehnjähriges Bestehen feierte, macht derzeit aus der Ruine ein Aushängeschild. Ohne die Fördermittelzuschüsse von Bund und Europäischer Union wäre das nicht möglich gewesen. Aber auch nicht ohne die Übernahme des Eigenanteils der Summe seitens der Gemeinde, bescheinigt Fördervereinsvorsitzender Claus Schwartzer. Der freut sich diebisch darüber, dass auf dem Mühlengelände in naher Zukunft standesamtlich geheiratet werden kann. Nächstes Projekt nach dem Tanzsaal und der Mühlenfassade ist ein Verbindungsbau zwischen den beiden historischen Gebäuden. Die Mühle war um 1230 von Zisterzienser-Mönchen des Klosters Lehnin erbaut worden und ist damit eine der ältesten Wassermühlen Brandenburgs. Selbst etliche derer, die die Ruine vor einer Dekade noch abgeschrieben hatten, haben inzwischen das Potenzial erkannt und sind eifrige Verfechter des Mühlenprojektes.

Doch an manchen Stellen ist auch Sand im Getriebe. Im wahren Wortsinn: 149 Sandstraßen mit insgesamt 52Kilometern Länge gibt es in der Gemeinde noch. Der Ausbau geht nur schrittweise voran, weshalb seit 2013 privat finanzierter Straßenbau ausdrücklich befürwortet wird. 600000 bis maximal eine Million Euro stellt die Gemeinde jährlich für gemeindlichen Straßenbau zur Verfügung. Ein Großprojekt läuft gerade mit der geförderten Lärmsanierung des Straßenzuges Schillerstraße, Mönchmühlenstraße, Kastanienallee. Voraussichtliche Investition: 2,8 Millionen Euro.

Was wünschen Sie sich in der nächsten Wahlperiode?

„Viele Schulprojekte sind in Angriff genommen worden, aber zur Hauptstraße muss man in Gummistiefeln gehen. Ich wünsche mir da mehr Ausgewogenheit.“
Hartmut Joseph, Mühlenbeck

„Die Straßenverhältnisse sind vielfach katastrophal. Ich wünsche mir dabei mehr Bürgernähe. Was Bürger an die Gemeinde herantragen, muss ernst genommen werden.“
Michaela Wendt, Summt

„Ich wünsche mir, dass die Kommunalpolitiker mehr Umweltbewusstsein zeigen. Dass nicht so viele Flächen versiegelt und nicht alle Bäume abgesägt werden.“
Ingrid Gassert, Mühlenbeck

Von Helge Treichel

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