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Mühlenbecker Land Überraschung bei der Siegerehrung
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Überraschung bei der Siegerehrung
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00:20 17.06.2018
Jubel bei den „Überholverboot/-innen“, Demut bei deren Männern, die sich vor ihrem Frauenteam verneigten. Quelle: Foto: Stadt Kremmen/TIP
Mühlenbeck

„Das habe ich auch noch nicht erlebt. Als wir zur Siegerehrung aufmarschierten, wurden wir wieder weggeschickt“, sprudelt es aus Sylvia Rudolph heraus. „Wir konnten es nicht fassen, dachten, es handelt sich um eine Verwechslung.“ Die Irritationen bei der Medaillenvergabe des 13. Drachenbootrennens auf dem Beetzer See am vergangenen Wochenende klärten sich jedoch schnell auf und sorgten beim Team von Sylvia Rudolph für ordentlich Gaudi: Nicht das Frauenteam des K4 Zentrums aus Mühlenbeck war auf den dritten Platz gepaddelt, sondern das Männerboot.

Als „Überholverboot“ war Sylvia Rudolph mit ihrer 20-köpfigen Mannschaft an den Start gegangen. „Drei Mal haben wir uns vorher zum Training getroffen, kennengelernt haben sich die meisten erst bei diesen Einheiten“, erzählt die 41-Jährige. „Wir sind die Sache total locker angegangen, wollten einfach nur Spaß haben.“ Als es am vergangenen Sonnabend auf der 250-Meter-Strecke des Beetzer Sees dann ernst wurde, sei sie gar extra noch zum Wettkampfgericht geeilt, um „vorzuwarnen, dass wir wohl zehn Minuten später als alle anderen Boote im Ziel ankommen werden“, erinnert sie sich lachend. So schlecht lief es dann jedoch nicht für die Mühlenbeckerinnen. Denn nach zwei Läufen überquerte ihr Boot die Ziellinie als erstes der insgesamt drei gemeldeten Frauenmannschaften.

Beim 13. Drachenbootrennen auf dem Beetzer See räumt das Mühlenbecker Frauenteam vom K4 Zentrum im „Überholverboot“ am 9. Juni 2018 mächtig ab. Die Männer haben das Nachsehen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Wassersportzentrum Oranienburg.

Noch kurioser endete das 500-Meter-Rennen, in dem Männer- und Frauenteams gegeneinander antraten. Die große Überraschung, die sich erst bei der Siegerehrung lüftete: Das Boot von Sylvia Rudolph und ihren Mitstreiterinnen landete nach dem halben Kilometer auf Rang zwei – vor dem eigenen Männerteam. „Die Zeitmessung wurde drei, vier Mal überprüft, auch, ob wir vielleicht eine falsch gemessene Strecke gefahren sind“, berichtet die 41-Jährige. „Keiner konnte das glauben.“ Doch alles war sauber gelaufen. Wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung von 0,56 Sekunden – die Männer vom K4 Zentrum mussten sich ihren Frauen geschlagen geben. Sieger des 500-Meter-Rennens wurde die Mannschaft der Flying Pins, welche die Ziellinie über die 250 Meter noch auf dem letzten Rang überquert hatte.

Das Geheimnis des Erfolgs? „Keine Ahnung, vielleicht unsere Lockerheit?“, grübelt Sylvia Rudolph. „Seit Tagen müssen wir uns nun das Gefrotzel anhören“, juxt Sascha Rudolph. Der Inhaber des K4 Zentrums organisierte die Teilnahme an der Wasserveranstaltung. „Es sollte dabei vor allem um den Spaßfaktor gehen“, berichtet er. „Wir hatten einen tollen Tag, die Stimmung war hervorragend. Es war ein gelungener Tag und eine tolle Veranstaltung, auch wenn wir für das Rennen im nächsten Jahr nun noch härter trainieren werden“, berichtet der 41-Jährige lachend. Eines ist ihm jedoch wichtig: „Natürlich gönnen wir den Frauen den Sieg aus vollem Herzen“.

Mehr: www.maz-online.de/ drachenboot-beetzersee-2018

Von Nadine Bieneck

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