Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Mühlenbecker Land Antrag für Baumschutz abgelehnt
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Antrag für Baumschutz abgelehnt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 07.09.2018
Während einer Begehung an der L 21 wurden kürzlich die kurzfristigen Möglichkeiten zum Erhalt von Straßenbäumen in Mühlenbeck ausgelotet. Quelle: Helge Treichel
Mühlenbecker Land

Die Fraktion der Linken hat vorgeschlagen, einen Maßnahmeplan zur Pflege, zum Erhalt und zum Schutz der Straßenbäume im Mühlenbecker Land erstellen zu lassen, beginnend bereits in diesem Jahr. Laut Vorschlag sind die vorgeschlagenen Maßnahmen den zuständigen gemeindlichen Gremien zu unterbreiten. Der Gemeindevertretung obliegt eine abschließende Beschlussfassung. Der Umweltausschuss soll kontinuierlich über den aktuellen stand informiert werden.

Das Mühlenbecker Land, als Naturparkgemeinde geehrt, habe sich den Klimaschutz als bereichsübergreifende Aufgabe gestellt, heißt es in der Beschlussbegründung. Sie habe ein Klimaschutzkonzept zum Verringern des CO2 -Ausstoßes sowie ein Leitbild beschlossen, unter anderem zum Fördern des Umweltbewusstseins. Der Maßnahmeplan werde als „gesamtgemeindliche Aufgabe“ verstanden.

Dieser Antrag könne in der vorliegenden Form nicht umgesetzt werden, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Eine jährliche Planung der Pflegemaßnahmen sei nicht möglich, da Witterungseinflüsse und das Verhalten von Lebewesen nicht vorausgesehen werden könnten.

In der Gemeinde stehe für die Baumpflege in diesem Jahr ein Budget von 175 500 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag sei für Pflegeschnitte, Schnitte zur Herstellung der Verkehrssicherheit sowie für notwendige Baumentnahmen vorgesehen. Bei rund 11 000 gemeindeeigenen Bäumen ergibt sich ein Wert von 15,95 Euro je Baum und Jahr. Das Beschneiden eines einzigen Baumes schlage jedoch mit 35 Euro zu Buche.

Der Antrag habe dennoch „ein sehr positives Echo“ im Ausschuss gefunden, sagt Vorsitzender Thomas Henning (B 90/Grüne). Aber selbst dem Antragsteller müsse klar gewesen sein, dass eine Umsetzung so nicht realisierbar sei. Schließlich müsste quasi jeder abgeschnittene Ast vom Gremium bearbeitet werden, was einen unleistbaren Organisationsaufwand bedeute. Deshalb sei der Antrag zwar abgelehnt, dessen Gedanke aber aufgenommen worden.

Von Helge Treichel

Der geplante Bau von Arztpraxen und Wohnungen an der Bahnhofstraße sorgte für Furore in Zühlsdorf. Plötzlich gibt es jedoch eine Alternative für ein Gesundheitszentrum.

04.09.2018

Volker Deutrich aus Zühlsdorf hat im Umweltausschuss sein Konzept für das Strandbad Rahmer See vorgestellt. Es soll durchgängig, kostenfrei und für jedermann geöffnet sein.

07.09.2018

Eine Abordnung aus Oberhavel hat am Montag in Potsdam das Ergebnis einer Online-Petition zur Heidekrautbahn an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) übergeben.

03.09.2018