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Mühlenbecker Land Im Seegarten geht’s um die Wurst
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Im Seegarten geht’s um die Wurst
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01:16 29.07.2018
Zimmermann Willi Bentlin (28) aus Summt verdrückt gleich zwei Currywürste – ohne Pommes. Das wären zu viele Kohlenhydrate. Quelle: Jeannette Hix
Summt

Weil Dirk Loos keine Lust mehr hatte, Gebäude zu putzen, guckt er jetzt lieber zu, wie andere seine leckeren Currywürste verputzen. Der 48-Jährige betreibt in der Liebenwalder Straße 75 den „Holzkohlen-Grill Seegarten“. Und inzwischen ist die kleine Holzhütte schon längst kein Geheimtipp mehr für Brummi-Fahrer und durchreisende Radler. Auch viele Sonnenanbeter vom Summter See kommen her, um sich zu stärken.

Alles begann vor neun Jahren. „Meine Lebensgefährtin Michaela und ich sind häufiger am Wochenende von Berlin zum Summter See gefahren“, erinnert sich Dirk Loos. „Oft kamen wir hier am Imbiss vorbei und jedes Mal haben wir uns gewundert, warum der immer noch leer steht.“

Betreiber Dirk Loos (48) vom Seegarten-Holzkohle-Grill hat das ganz große Los gezogen. Quelle: Jeannette Hix

Die zwei fingen an zu recherchieren und dann brachte „Kommissar Zufall“ Licht ins Dunkle. Bei einem Spaziergang trafen die zwei den Imbiss-Eigentümer und nach einigen Verhandlungsgesprächen wurde der Pachtvertrag abgeschlossen.

Etwa drei Jahre stand das Imbiss-Holzhäuschen vorher leer

Drei Monate klotzte die Familie ran, um zu renovieren und hier und da etwas zu reparieren. Auch das Prunkstück des Imbiss – der rund 1,50 große Holzofengrill – wurde gewienert. Schließlich hatte der Imbiss etwa drei Jahre lang leergestanden. „In Gedanken sahen wir schon beim Putzen die Grill-Würste und die Steaks darauf brutzeln“, sagt Dirk Loos. Das Wissen um die Gastronomie wurde ihm schon in die Wiege gelegt. Seine Eltern hatten mehrere gastronomische Einrichtungen. Mit der Geschäftsgründung ging bei Dirk Loos alles um die Wurst. „Ich wollte mir unbedingt eine eigene, neue Existenz aufbauen“, sagt er. Aber die anfänglichen Sorgen waren unbegründet. Um die Mittagszeit kommen viele Bauarbeiter und gegen Abend die Badegäste vom See.

Auch einen gemütlichen Biergarten gibt es. Quelle: Jeannette Hix

Verkaufsrenner sind die Käseknacker (2,90 Euro), die Steaks (4 Euro im Brötchen) und natürlich die Currywurst. „Die Curry-Soße machen wir immer selbst“, sagt Lebensgefährtin Michaela Hoffmeister (45). Das sei ein Geheimrezept. Zimmermann Willi Bentlin (28) aus Summt hat gleich zwei Currywürste und eine Boulette verdrückt. „Meine Kollegen und ich wir sind oft hier, weil es schmeckt. Mit einer Currywurst im Bauch geht die Arbeit gleich viel leichter von der Hand.“ Fahrlehrer Andras Frieß (50) aus Oranienburg hat mit seinem Schüler Steffen Wortland (35) auch kurz einen Abstecher gemacht, um für sich und seine Frau je ein Steak mit Bratkartoffeln mitzunehmen.

Currywurst und Käseknacker sind der Renner

„Wenn es so gut schmeckt, komme ich häufiger her“, sagt er. „Viele Leute sind erstaunt, dass wir hinter dem Grill so einen schönen Garten haben“, sagt Michaela Hoffmeister. Insgesamt 30 Plätze warten täglich von Montag bis Sonntag von 12 bis 16.30 Uhr auf Gäste – außer mittwochs, da ist der Imbiss dicht und Grillmeister Dirk Loos macht mal Pause. „Wer sonst nach der offiziellen Öffnungszeit mal länger bleiben und die schöne Natur drumherum genießen will – kein Problem. Wir schmeißen keinen raus“, sagt Michaela Hoffmeister.

Der Holzkohle-Grill ist das Herzstück vom Imbiss. Quelle: Jeannette Hix

Und während sie das sagt, legt Dirk Loos neue Holzkohle unter den Grill. 15 bis 20 Kilogramm Holzkohle verbrennen sie am Tag – Tendenz steigend. Denn je mehr sich herumspricht, wie lecker hier Currywurst und Co. ist, je mehr Leute werden kommen – und vielen geht es dabei nur um die Wurst. Sie soll original aus der Thüringer Stadt Schleiz kommen. Und wer danach noch Durst bekommt, kann dazu ein kühles Blondes zischen. Das Hirte-Bier (0,3 Liter/3 Euro) wiederum kommt aus Österreich – alles gegrillt und gezapft von dem waschechten Hannoveraner Dirk Loos.

Von Jeannette Hix

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