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Mühlenbecker Land Ortsbeirat fordert Tempolimit
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Ortsbeirat fordert Tempolimit
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01:16 08.11.2018
Die betreffende Fläche in Mühlenbeck. Quelle: Archiv/Robert Roeske
Mühlenbeck

Der Ortsbeirat Mühlenbeck setzt sich für ein Tempolimit im Bereich der Buswendeschleife und der Zufahrt zu den beiden Schulen in Mühlenbeck ein. „Die Situation ist katastrophal“, beschreibt Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn (parteilos) ihren Eindruck, nachdem sie vor Ort war. Insbesondere nach Schulschluss ab etwa 13.15 Uhr sei die Situation extrem unübersichtlich, da Busse, private Pkw und Radfahrer dort parallel und mit zum Teil hohem Tempo unterwegs seien. „Dass da noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder“, sagt Anita Warmbrunn.

Aus diesem Grund hatte die Ortsvorsteherin im September bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Oberhavel den Antrag gestellt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Stichstraße und Schulzufahrt auf 10 km/h zu begrenzen. Die ablehnende Antwort hat sie enttäuscht: „Wir finden bei der zuständigen Behörde erst Gehör, wenn das Unfallgeschehen die Notwendigkeit unseres Antrags bestätigt“, schreibt sie der MAZ.

Die Bushaltestelle auf dem Schulcampus in Mühlenbeck. Quelle: Robert Roeske

Die zuständige Mitarbeiterin bedankt sich zwar für das Engagement im Interesse der Schulkinder, bemängelt jedoch eine unzureichende Begründung. Parallel erläutert sie die Sach- und Rechtslage. Nach ihren Worten seien Geschwindigkeitsbegrenzungen laut Verwaltungsvorschrift „nur aufgrund von Verkehrsbeobachtungen oder Unfalluntersuchungen dort anzuordnen, wo ein vernünftiger und umsichtiger Verkehrsteilnehmer selbst bei entsprechender Aufmerksamkeit nicht erkennen kann, dass eine bestimmte Strecke oder Stelle nur mit einer verminderten, als der die zulässige Geschwindigkeit, befahren werden darf“. Nach Angaben aus der Polizeidirektion Nord seien in den zurückliegenden drei Jahren im Bereich der Buswendeschleife „keine Verkehrsunfälle erfasst“ worden.

Sie selbst und die Mitglieder des Ortsbeirats Mühlenbeck könnten den Ausführungen nicht folgen. Anita Warmbrunn bezeichnet es als „unvorstellbar, wie unser Antrag bearbeitet wird“. Ihr Vorschlag zu einem Ortstermin wurde aufgegriffen, jedoch müsse auch der Zeitpunkt nach Schulschluss stimmen. „In Rücksprache mit unserem Revierpolizisten wurde sogar empfohlen, hier nur eine Schrittgeschwindigkeit zuzulassen“, so die Ortsvorsteherin, die ankündigte, den Landrat und die Medien einzubeziehen.

„Wenn die Sicherheit unserer Kinder vom Unfallgeschehen abhängig gemacht wird und nicht vorausschauend Politik betrieben wird, um derartiges zu vermeiden, kann man nur den Kopf schütteln“, sagt Anita Warmbrunn. Ihre Beobachtungen beschreibt sie so: „Nicht nur, dass viele Eltern ihre Kinder abholen und die Lehrer nach Hause fahren, kreuzen auch Schüler der Grund- und Gesamtschule mit Fahrrad diese Straße in einer sehr hohen Geschwindigkeit. Dann ist noch der Busverkehr, zum Teil haben während meiner Besichtigung drei wartende Busse und drei ankommende Busse die Unübersichtlichkeit des Verkehrsgeschehens noch verstärkt.“

Von Helge Treichel

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