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Mühlenbecker Land Sicherheitspartner stellen sich vor
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Sicherheitspartner stellen sich vor
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00:21 16.02.2019
Wollen Sicherheitspartner in Schildow sein: Werner Loerke, Udo Schwarze, Harry Borz und Stefan Lindemann (v.l.). Quelle: Helge Treichel
Schildow

Sie wollen weder „Anscheißer“ sein noch „Draufgänger“ oder „Hilfssheriffs“. Aber sie wollen Präsenz zeigen im Ort, vorbeugend tätig sein und so das Sicherheitsempfinden der Einwohner erhöhen: Ein Quartett von Sicherheitspartnern hat sich am Dienstagabend im Hauptausschuss der Gemeinde Mühlenbecker Land vorgestellt – vier Herren im Alter zwischen 58 und 69 Jahren.

Hinter dem souveränen Auftritt vor den Kommunalpolitikern steckt ein halbes Jahr Vorbereitungszeit und ein Pilotprojekt mit dem Titel „Sichere Wohlfühlgemeinde Mühlenbecker Land“. Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde Mühlenbecker Land weiter zu verbessern, ist vorgesehen, eine Sicherheitspartnerschaft mit ehrenamtlich engagierten Bürgern zu gründen, heißt es in der Beschlussbegründung.

Vorbeugung und Beratung stehen im Vordergrund

„Wir werden präventionsmäßig wirken und wir werden wahrscheinlich sehr eng mit der Feuerwehr zusammenarbeiten“, kündigte Udo Schwarze in seiner Präsentation an. Es gehe darum, vorbeugend Sicherheitstipps in der Nachbarschaft zu geben. Falschparken gehöre dagegen nicht zum Aufgabenfeld. Stattdessen komme die Gruppe auch an Schulen vorbei. „Das Ganze muss erst wachsen“, sagte Schwarze.

Der 67-Jährige war vor seinem Ruhestand im Strafvollzug tätig. Deshalb weiß er, worauf es ankommt: „Wir brauchen jemanden, der Ruhe ausstrahlt“, sagt Schwarze. Deswegen habe er zunächst Leute aus seiner Nachbarschaft angesprochen, die durch ihre ruhige und besonnene Art auffallen. Im Falle eines Falles wolle man die Situation schließlich „deeskalieren“ Dabei wolle man sich ebenso wenig in die Aufgaben des Ordnungsamtes einmischen noch der Polizei in die Quere kommen. Betreut werden die Sicherheitspartner bislang von Angela Müller, Wachdienstleiterin im Bürgerservice der Verwaltung.

Kontaktperson in der Verwaltung ist Angela Müller

Die war es auch, die die ersten Fragen der Ausschussmitglieder beantwortete. „Wir wollen es zunächst mit Leuten probieren, die sich kennen“, sagte die Verwaltungsvertreterin auf die Frage von Hartmut Lackmann (Linke) nach den Auswahlkriterien. Dabei habe sie Udo Schwarze freie Hand gelassen. Basis für die Arbeit seien regelmäßige Treffen. „Das ist der Beginn des Projektes, und es ist ein guter Anfang“, sagte Angela Müller.

Die Verwaltung habe „ein Bedürfnis“ in der Bürgerschaft erkannt und komme dem nun nach, sagte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) Es werde nun mit der ersten Mannschaft in Schildow begonnen. Weitere könnten hinzukommen – auch in anderen Ortsteilen.

Kritische Anmerkungen von den Freien Wählern

„Ich denke, dass man eine gute Zusammenarbeit aufbauen kann“, sagte Mario Müller (CDU). Er könne dem Projekt nur seinen Segen geben. Sehr kritisch betrachtete das Projekt Werner Haberkern (Freie Wähler). Das beginne mit der „überfallartigen“ Vorstellung und setze sich mit dem Gesamtansatz fort: In einem Dorf werde miteinander gesprochen, man sei füreinander da. „Dadurch entsteht Sicherheit“, sagte Haberkern. Und die sei real, nicht nur gefühlt. Ihn erinnere das Konzept sehr an die DDR, als unter dem Deckmantel der Sicherheit bespitzelt wurde. Er stellte die rhetorische Frage nach der Ursache aktueller Kriminalität und beantwortete diese mit dem Verweis auf die zurückliegende Umstrukturierung der Polizei.

Die Vorlage wurde am Ende bei einer Gegenstimme mehrheitlich empfohlen. Die Gemeindevertretung soll in ihrer nächsten Sitzung am Montag, 25. Februar, abschließend darüber entscheiden.

Von Helge Treichel

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