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Mühlenbecker Land Drei Bau-Projekte machen die Gemeinde attraktiver
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Drei Bau-Projekte machen die Gemeinde attraktiver
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01:15 28.07.2018
Die Kita „Heidekrautbahn“ soll im Frühjahr 2019 fertig sein – 90 Steppkes haben dann mehr Platz.
Mühlenbecker Land

Weil aller guten Dinge drei sind und weil in der Ferienzeit auch die Amtsträger ein bisschen mehr Zeit haben, gab es Mittwoch eine Besichtigung von drei Baustellen – Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky und Fachdienstleiter Tino Matzke haben eingeladen. Mit dem Transporter vom Jugendclub düsen wir die drei Baustellen ab – Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky ist der „Chauffeur“. Als erstes hält der weiße Bus mit den vielen Aufklebern im Summter Wohngebiet Buchenberg, Am Rehwinkel und Blumenstraße. Hier wurde auf einer Strecke von 1,2 Kilometern aus einer staubigen Sandpiste eine Straße gemacht. „Das Besondere ist, dass zwei Drittel der Straße mit einem Kammerpflaster verlegt sind“, sagt Tino Matzke. „Das sind spezielle Steine, die das Wasser aufnehmen und nach unten abgeben.“ Bei den Gesamtkosten von 980 000 Euro wurden die Anwohner mit einbezogen. Je nach Aufwand wurden zwischen fünf und zehn Euro pro Quadratmeter fällig. „Wir haben 5500 Euro bezahlt. Aber dafür ist Schluss mit der Hügellandschaft“, sagt Wolfgang Taube vom Buchenberg 12.

Neue Straße kostet Anwohner ab 5 Euro pro Quadratmeter

Die Sonne brennt und Am Rehwinkel 16 macht sich Hans-Joachim Puhlmann (61) mit der Walze zu schaffen. Er hat an der neuen Straße zu seinem Grundstück Rasen angesät und versenkt nun die Samen in der Erde. Seine Grundstücks-Außenecke ist mit Flatterband abgesperrt. „Hier in der engen Kurve sind mir schon die ersten Autofahrer über die Rasensaat gefahren“, ärgert er sich. Damit vor seinem Grundstück die Müllfahrzeuge her­umkommen, hat er sieben Quadratmeter Land an die Gemeinde verkauft. Nun kann er sich über einen neuen Zaun freuen. Auch Poller gegen ignorante „Rasenfahrer“ soll es noch geben.

Knappste für eine breitere Straße rund 7 Quadratmeter seines Grundstücks an die Gemeinde ab – Hans-Joachim Puhlmann (61, li.). Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky (Mi.) und Fachdienstleiter Tino Matzke freuen sich, dass sich jetzt Müllfahrzeuge hier durchkommen. Quelle: Jeannette Hix

Eigentlich sollte die Straße Ende 2017 fertig sein – aber aufgrund des Starkregens 2017 kam es zu der Bauverzögerung und zu Mehrkosten in Höhe von rund 150 000 Euro. Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky: „Sobald die Arbeiten hier beendet sind, geht es in Zühlsdorf weiter.“ Schon ab August sollen die Sandpisten rund um die Ottostraße zu Straßen werden. Bei den Anwohnern regte sich bisher Widerstand gegen den rund 1680 Meter langen Straßenneubau, wo derzeit der Zweckverband die Abwassererschließung vornimmt. Sie befürchten hohe Anschlussgebühren.

In diesem barrierefreien Neubau an der Gartenstraße 14 in Schildow sollen im Februar 2019 sechs Wohneinheiten entstehen. Der Miet-Einstiegspreis liegt bei 7,50 Euro kalt. Quelle: Jeannette Hix

Neuer Wohnraum ab 7,50 Euro kalt pro Quadratmeter

Bei der zweiten Baustelle hält der weiße Bus vor dem Neubau in der Gartenstraße 14 in Schildow: Auf dem 1600 Quadratmeter großen Gemeindegrundstück sollen bis Februar 2019 auf drei Etagen für 1 150 000 Euro sechs Wohneinheiten entstehen – alle zwischen 70 bis 75 Quadratmeter groß. 7,50 Euro pro Quadratmeter kalt soll der Einstiegs-Mietpreis für die Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen mit Balkon sein. „Der Bau ist barrierefrei und hat eine Fußbodenheizung“, sagt Tino Matzke. Am 8. August soll Richtfest sein. Was sich die Gemeinde nun wünscht: Zu ihren bisher knapp 40 kommunalen Wohnungen sollen noch weitere sechs Wohnungen dazukommen. Auf dem gleichen Grundstück hinten soll das alte Haus abgerissen werden und dort ein „Klon-Haus“ vom Vorder-Grundstück entstehen. Die Mieter aus dem alten Haus können dann in einen Neubau einziehen.

Hat gute Laune bei der Arbeit in der Kita „Heidekrautbahn“ – Mehmed Cin (47). Quelle: Jeannette Hix

Die dritte Station wird 90 Steppkes glücklich machen. Der Bus hält vor dem Ersatzneubau der Kita „Heidekrautbahn“. Im Frühjahr 2019 sollen sie aus ihrer alten Kita nebenan umziehen. Der Altbau fällt ab Sommer 2019 der Abrissbirne zum Opfer und auf der Fläche sollen dann 50 Parkplätze entstehen. Mehr Platz gibt es für die Steppkes auch – die freundlichen Räume wachsen von jetzt 600 Quadratmeter auf rund 1000 Quadratmater. Ein großer Mehrzweckraum ist geplant. Geschätzte Gesamtkosten: 4,2 Millionen Euro. Und weil Steppkes bei Sport und Spiel glücklich sind, entsteht im Garten auch ein Spielplatz mit Spielhügeln und Rollerbahn.

Von Jeannette Hix

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