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Mühlenbecker Land Staubigem Zuckersand folgen Schlammpfützen
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Staubigem Zuckersand folgen Schlammpfützen
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01:16 16.07.2018
Nicht überall sind die Wege so gut gepflastert wie in der Bahnhofstraße. Quelle: Helge Treichel
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Zühlsdorf

Seit 2007 ist Harald Wieland als Zeitungszusteller im Ort unterwegs. Bis zu 27 Kilometer radelt er allmorgendlich mit schweren Taschen und Stirnlampe durch Dunkelheit und Morgengrauen. „In den vergangenen zwei Wochen habe ich eine wunderbare Wandlung der Zühlsdorfer Infrasturktur erlebt“, sagt der 65-Jährige. Die Sandstraßen wurden zehn bis 20 Zentimeter tief aufgegrubbert, planiert und mit einer Walze neu verfestigt, um die Schlaglöcher zu beseitigen. „Alles schick! – Fast horizontal!“, kommentiert der Zühlsdorfer. Sein Problem: „Wegen der Witterungsbedingungen und der Mühlenbecker Straßenplanierung sind die Zühlsdorfer Pfade, auch Sandstraßen genannt, wie Treibsand.“ So sei die Piste zwar umweltfreundlich, aber mit Zweirädern nicht befahrbar. „Da wird Ihr Zusteller wegeweise zum Tippelbruder“, schreibt er der MAZ. Durch den ausgiebigen Regen der vergangenen Tage nun habe sich die pulvrige und staubige Dünenlandschaft zum Wattenmeer entwickelt. „Grüße von der Mühlenbecker Seenplatte“, schreibt Wieland.

Harald Wieland am Freitagmorgen zwischen 4 und 5 Uhr auf seiner Tour durch Zühlsdorf, um die MAZ und Berliner Titel im Ort zu verteilen. Quelle: Helge Treichel

Schwerpunkte seien die Ackerstraße, Karl-Schmidt-Straße und die Wegenerstraße. „Als besonderes Beispiel möchte ich den Teil der Kurzen Straße zwischen Elisabethstraße und Übergang Kiefernstraße benennen. Der Bereich, der sich Straße nennt, macht jeder Moräne im Alpenland Konkurrenz!“ Ihm sei nichts anderes übrig geblieben, als mit Anlauf durchzufahren. Wegen der Pfützen-Tiefe musste er zum Teil die Füße von den Pedalen nehmen, beschreibt Wieland seine Arbeit.

„Das ist besser, als wenn das Wasser nun auf die Grundstücke laufen würde“, sagt Thomas Strahl aus dem Tiefbauamt der Gemeinde. Bei Starkregen wie in den vergangenen Tagen ließen sich zeitweise Überschwemmungen nicht vermeiden, da der trockene Boden die Nässe nicht sofort aufnehmen könne. An den Wohnhäusern an der Ackerstraße gebe es schon seit 15 Jahren einen neuralgischen Punkt, so Strahl. Die Verwaltungsmitarbeiter würden zusehen, wie zum Beispiel dort noch eine Verbesserung erzielt werden kann, sagte Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky.

Diese Aufnahme hat Harald Wieland während seiner Tour am Donnerstagmorgen gemacht. Quelle: Harald Wieland

In allen vier Ortsteilen der Gemeinde Mühlenbecker Land ist die Firma Dentler-Bau im Auftrag der Gemeinde dabei, insgesamt 26 Sandstraßen mit einer Gesamtlänge von rund 26 Kilometern zu glätten, berichtet der Fachbereichsleiter. Allein die Hälfte entfalle auf Zühlsdorf, wo die Firma aus Wusterhausen/Dosse in den vergangenen beiden Wochen tätig war. Die zweitlängste Strecke liegt in Schildow, gefolgt von Mühlenbeck. Lediglich 1,5 Kilometer sind es in Schönfließ. Insgesamt 65 000 Euro investiere die Gemeinde in diesem Jahr. Jährlich einmal würden die größten Schadstellen auf diese Weise beseitigt. „Eine nachhaltigere Lösung wäre aber der grundhafte Ausbau“, sagt Hanns-Werner Labitzky.

Von Helge Treichel

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