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Oberhavel Mühlenbecker Ortsbeirat lehnt Vorhaben ab
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Ortsbeirat lehnt Vorhaben ab
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19:18 25.01.2016
Würdevoll und natürlich: Beisetzungen im Friedwald. Quelle: FriedWald/Thomas Gasparini
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Mühlenbecker Land

Im Wald nördlich des Summter Sees könnte der erste Bestattungswald des Landkreises Oberhavel entstehen. Ein Vertreter der Friedwald GmbH mit Sitz im hessischen Griesheim hatte der Gemeindevertretung sowie dem Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit, und touristische Entwicklung eine Projektstudie zum Anlegen und Betreiben eines Bestattungswaldes vorgelegt. Diese Idee war zunächst positiv aufgenommen worden. Einstimmig befürworteten in der dritten Januarwoche auch die Ortsbeiräte von Schildow, Zühlsdorf und Schönfließ einen Beschlussvorschlag, wonach ein Bestattungswald in der Gemeinde etabliert werden soll. Diese Empfehlung umfasst allerdings auch, zunächst ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren zu eröffnen. Der Rechtsbeistand der Gemeinde hatte dieses Prozedere empfohlen, da es mehrere Anbieter gibt. Hintergrund ist, dass die Gemeinde bei diesem Projekt nur als öffentlicher Träger und nicht als Betreiber auftritt und für Dienstleister die Chancengleichheit wahren möchte. Kritisch betrachtet das Projekt Ortsvorsteherin Anita Warmbrunn: „Wir haben bereits drei Friedhöfe im Ortsteil“, sagt sie. Eine private Bewirtschaftung sei vielleicht für die Gemeinde günstig, „die Bürger könnte das aber teuer zu stehen kommen“. Weitere Bedenken betreffen mögliche Mindereinnahmen auf den übrigen Friedhöfen beziehungsweise vor der Übergabe an den Betreiber für die Gemeinde entstehende Kosten. Folgerichtig lehnte der Mühlenbecker Ortsbeirat das Projekt in seiner Empfehlung am Donnerstagabend einstimmig ab.

Bundesweit bereits 56 solcher Begräbnisstätten

Die Friedwald GmbH, die bundesweit bereits 56 solcher Begräbnisstätten bewirtschaftet, hat ein 14 Hektar großes Areal im Blick. Obwohl es zu diesem Standort bereits Vorgespräche mit der Landesforstbehörde gegeben hat, soll das Verfahren standortoffen gehalten werden. Die Gemeindevertretung hat das Thema am 29. Februar für eine abschließende Beschlussfassung auf der Tagesordnung (Beginn: 18.30 Uhr, Aula der Europaschule, Franz-Schmidt-Straße 5).

Von Helge Treichel

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