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Oberhavel Brandstifter liegt 8 Jahre tot im Schrank
Lokales Oberhavel Brandstifter liegt 8 Jahre tot im Schrank
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10:49 05.12.2015
In diesem Haus ist die Leiche gefunden worden. Quelle: NAt
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Liebenwalde

Ein grausiger Fund sorgt in Liebenwalde und weit über die Grenzen der Stadt hinaus für Erschüttern und Entsetzen. Im Keller eines seit August leerstehenden Mehrfamilienhauses in der Rudolf Breitscheid-Straße ist eine mumifizierte Leiche gefunden worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde die schreckliche Entdeckung bereits am 27. November gemacht. Das Ordnungsamt der Stadt hatte daraufhin die Polizei verständigt.

Die Leiche ist am 1. Dezember in Potsdam obduziert worden

Die Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt. Identität und die Todesursache blieben zunächst im Unklaren. Aus diesem Grund wurde die Mordkommission der Polizeidirektion Nord eingesetzt und übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin die weiteren Ermittlungen. Am 1. Dezember fand in der Rechtsmedizin Potsdam die Sektion des unbekannten Toten statt. Diese ergab aufgrund des Zustandes der Leiche zunächst keine eindeutige Todesursache. Daraufhin wurde der Fundort einen Tag später erneut kriminaltechnisch untersucht. Dabei ergab sich ein Tatverdacht gegen einen ehemaligen Mieter einer Wohnung des Mehrfamilienhauses. Der heute 52-Jährige wurde am Folgetag im Beisein seiner Betreuerin durch Beamte der Mordkommission als Beschuldigter vernommen, bei der die Beamten zu wichtigen Erkenntnissen gelangten. Danach soll es sich bei dem mumifizierten Leichnam um einen im Jahr 2007 damals 55-jährigen Liebenwalder Ulrich Stubbe handeln, der wegen des dringenden Tatverdachts einer Brandstiftung sowie wegen Freitodgefahr durch die Polizei gesucht wurde. Dieser sei kurz nach der Brandstiftung, in deren Folge am späten Abend des 9.  März 2007 ein Mietshaus am Markt in Liebenwalde abbrannte, zu dem damals 43-jährigen Beschuldigten gekommen, um bei ihm zu übernachten. Noch in derselben Nacht, so hieß es, habe sich Stubbe in einem Nebenzimmer selbst stranguliert.

Letzte Gewissheit soll nun ein DNA-Test bringen

Aus Angst vor Strafverfolgung habe der Beschuldigte den Leichnam zunächst bei sich in einem Schrank und ab August 2015 aufgrund eines Wohnungswechsels im Kellerraum verborgen. Vor diesem Hintergrund wurde in Übereinstimmung mit der Staatsanwaltschaft entschieden, von einer Festnahme des 52-Jährigen abzusehen. Die Ermittlungen der Mordkommission, so hieß es am Freitag, würden noch andauern. Letzte Aufschlüsse darüber, dass es sich bei dem Toten tatsächlich um den seit 2007 vermissten Ulrich Stubbe handelt, soll ein DNA-Abgleich bringen.

Von Bert Wittke

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