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00:29 21.12.2015
Gewinnendes Lächeln und immer Optimist: Annedore Weser. Quelle: Heike Bergt
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Lehnitz

Ab Sonnabend steht bei Annedore Weser in puncto Lebensjahren eine sechs vor der Null. Bangemachen kann das die lebenfrohe Lehnitzerin nicht, „aber die längste Strecke ist absolviert, wie lang die kürzere währt, weiß man nicht und deshalb lebe ich doch schon bewusster.“ Ins Theater möchte sie jetzt mehr gehen und in Konzerte. Und hat gleich Nägel mit Köpfen gemacht und sich Karten gekauft für Aufritte von Manon Staché, Gunther Emmerlich und Gregor Gysi in der Orangerie.

Annedore Weser hat sich vor allem mit den „Weser-Singers“ einen Namen gemacht und über 25 Jahre mit bis zu 32 kleinen und großen Sängern in die Herzen der Menschen gesungen. Die studierte Musikpädagogin, die fast Pianistin geworden wäre, hat dabei immer zwei Leidenschaften verbunden: Etwas über die Musik an Kinder weiterzugeben und natürlich selbst mit ihnen welche zu machen. Für andere und das ehrenamtlich.

Die Bühnen, auf denen sie auftrat, wurden dabei immer größer: Auftritte gab es bei der „Tour der Hoffnung“, auf der Expo in Hannover, Benefizkonzerte mit dem Stabsmusikkorps gab es mehrere in der Lehnitzer Kaserne oder mit Costa Cordalis auf dem Bötzower Platz, für die Kriegsgräberfürsorge oder eine neue Heizung in der Schmachtenhagener Kirche. Seit zweieinhalb Jahren ist es ruhiger geworden um die Sängergemeinschaft.

Das hatte einen für Annedore Weser ganz entscheidenden Grund: Enkeltochter Maja erblickte das Licht der Welt. Und so es ihr wichtig war, für Tochter Juliane (32), die heute auch für die MAZ arbeitet, und Sohn Manuel (34), der als Krankenpfleger eine Intensivstation in Berlin leitet, dazusein, will sie auch die Enkeltochter gern umsorgen. Wenn Maja Oma braucht, sagt die jeden Termin ab.

So ein runder Geburtstag ist auch für die Lehnitzerin Anlass, zurück zu schauen und auch nach vorn zu blicken. Besonders wichtig seien ihr die vielen Begegnungen, die ihr die Musik beschert hätten. Gern erinnert sie sich an Sozialministerin Regine Hildebrandt, die Begegnung mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler oder mit den Kommandeuren des Lehnitzer Bundeswerkstandortes, Burghard Lindhorst und Frank Warda, zu denen sie bis heute Kontakt pflegte. Oder die Oranienburger Angret und Ernst Stransky. „Das sind Freundschaften, die sind mir ganz wichtig.“

Ins Schwärmen gerät sie, wenn sie sich an die Treffen mit Udo Jürgens denkt. Zusammen mit Tochter Juliane gab es kein Konzert in Berlin ohne sie. „Es war ein Ritual, nach dem Konzert ein kleines Geschenk auf die Bühne zu geben.“ 2005 in Dresden hatte sie dem Sängerstar einen Brief geschrieben. Über sich, das Kinder- und Jugendensemble. Der habe wohl sein Herz so berührt, dass er die beiden anrief und zum Abendessen aufs Theaterschiff auf der Elbe einlud. „Seitdem hat er jedes Jahr einmal angerufen.“ Seit plötzlicher Tod hat Annedore Weser schwer getroffen.

Nun, da Enkeltochter Maja auch schon gern singt, will Annedore Weser wieder mehr auftreten. Im Moment sind die Weser-Singers ein Familienensemble mit Tochter, Sohn und Schwiegersohn. Am Heiligabend geben sie ein einstündiges Konzert für die Borgsdorfer Senioren bei Medimobil. „2016 wollen wir wieder größere Konzert geben.“ Vielleicht ein Friedenskonzert wie vor Jahren? „Immer! Musik ist die Sprache, die verbindet.“ Die vielen Konflikte rund um den Globus findet Annedore Weser erschütternd. „Das Programm hätte ich im Kopf“ und ihre Stimme sei dank täglichen Übens auch in Form (Kontakt: 03301/52 44 95, 0173/ 3 13 31 43).

Ihren Geburtstag feiert sie am Sonnabend mit ihren Kindern. „Sie entführen mich zu einem Überraschungswochenende.“

Von Heike Bergt

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