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Musik an einem exquisiten Ort

Fürstenberg Musik an einem exquisiten Ort

Die altehrwürdige Kirche ist Schauplatz einer Konzertreihe. Sowohl Solisten werden in dem Haus auftreten als auch große Orchester und Chöre. „Musik in der Stadtkirche zu Fürstenberg/Havel“ nennt sich das Sommerprogramm.

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Die Thüringer Sängerknaben sind am Montagabend zu Gast in Fürstenberg.

Quelle: FOTO: Veranstalter

Fürstenberg. „Wir haben viel Platz in der Kirche!“ Das sagt Eckhart Friedrich Altemüller, der Pfarrer von Fürstenberg/Havel. Allein über 300 Sitzplätze verfügt das Fürstenberger Gotteshaus. Etwa 500 Menschen passen hinein. Damit spricht der Pfarrer quasi eine Einladung für die Konzertsaison in Fürstenberg aus. Es ist die zweite, die er organisiert und die schon begonnen hat. „Beim Auftakt riss es die 135 Gäste vom Hocker“, schwärmt der Pfarrer. Das Universitätsorchester Leipzig mit seinen 80 Musikern hinterließ einen fabelhaften Eindruck. „Es ist erstaunlich, was junge Leute so können.“

„Die Akustik in der Kirche ist außergewöhnlich“

Am nächsten Montag kommen die Thüringer Sängerknaben nach Fürstenberg. Ab 19.30 Uhr singen sie in der Stadtkirche. Im Laufe des Sommers und Spätsommers werden Solisten in Fürstenberg auftreten, Duette, Trios, weitere Chöre. „Es gibt Musiker, die bieten sich an, andere werden von uns gefragt“, so Eckhart Friedrich Altemüller. Im Vorjahr lag der Schwerpunkt auf Orgelmusik, in diesem Jahr mehr auf Cello und Violine. Auch jüdische Musik wird zu hören sein. „Ich finde es wichtig, dieses Angebot zu machen, denn bis 1921 gab es in Fürstenberg eine jüdische Gemeinde“, sagt  der Pfarrer. Er ist begeistert von der – wie er sagt – überdimensionierten Kirche, in deren Architektur die Schinkelschule zu erkennen sei. Die Akustik sei einmalig. Dirigenten staunten darüber. „Die Akustik ist so trocken, dass jeder falsche Ton genau zu hören ist.“ Aufgrund dieser Bedingungen würden viele Musiker gern wiederkommen. Einige der Angebote nimmt der Pfarrer an, andere Musiker sucht er sich selbst aus. „Letztlich organisieren wir die Reihe. Wir könnten die Kirche auch zur Verfügung stellen, aber das ist nicht in unserem Sinn.“

Eckhart Friedrich Altemüller stellte das Programm das zweite Mal zusammen. Finanziell ist das eine Gratwanderung. Mal wird Eintritt erhoben, mal um eine Kollekte gebeten, mal ist der Eintritt frei. Im vorigen Jahr stand ein Minus von 400 Euro zu Buche. Die Stadt wird diesmal Geld dazuschießen. „Bei der Planung weiß man nie, ob es Fördermittel gibt“, so der Pfarrer. Trotzdem freut er sich auf die Konzertreihe in „seinem“ Haus: „Es ist ein exquisiter Ort.“

Von Stefan Blumberg

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