Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° Schneeschauer

Navigation:
Musik aus luftiger Höhe

Oranienburg Musik aus luftiger Höhe

Die Turmbläser von Oranienburg gaben am Sonntagnachmittag wieder ein Gratis-Konzert für die Oranienburger vom Turm der Kirche St. Nicolai. Andächtig blieben Passanten stehen und lauschten der Musik aus luftiger Höhe. Das nächste Konzert findet am 3. September statt.

Voriger Artikel
Punk-Festival „Resist to Exist“ in Kremmen
Nächster Artikel
Gemeinde kauft Flutboxen

Ein Gratis-Konzert gab es am Sonntagnachmittag für die Oranienburger im Umfeld der Nicolaikirche. Sieben Musiker bliesen auf dem Kirchturm

Quelle: Robert Roeske

Oraienburg. Manche brauchen nur ihr Fenster zu öffnen und zu lauschen. Viele Bewohner um den Bötzower Platz in Oranienburg herum und im dahinter liegenden Wohngebiet wissen und genießen es: Die Rede ist vom Konzert, das an jedem ersten Sonntag im Monat gratis und aus luftiger Höhe zu hören ist.

Kurz vor 16 Uhr stiegen am gestrigen Sonntag sieben statt sonst sechs Musiker die 178 Stufen zur Plattform im Turm der Oranienburger Nicolaikirche hinauf, um für eine gute halbe Stunde auf ihren Instrumenten zu blasen. Nur zwischen Dezember und Februar ist Winterpause, denn bei Frost würden die Ventile einfrieren, sagt Elisabeth Brunnemann-Rademacher. Die ehemalige Kantorin hatte die Gruppe gemeinsam mit Annette Semper vor sechs Jahren ins Leben gerufen und leitet sie musikalisch an. Die sechs Musiker sind neben Elisabeth Brunnemann-Rademacher ihr Mann Albrecht Rademacher, Günter Schawer, Peter Sell, Kathrin Schüler und Annette Semper. Gestern sprangen für den erkrankten Günter Schawer Matthias Sachsenweger und Sohn Chris aus Kremmen ein. Die Turmbläser spielen auf Posaunen und Trompeten. Beste Plätze für das Konzert hat man auf Plätzen im Freien der Restaurants und Cafés an der Breiten Straße. Die Bläser brachten Kirchenchoräle, freie Stücke alter und neuer Art sowie Volkslieder zu Gehör.

Andächtig lauschten Passanten dem Konzert, das vom Kirchturm zu hören war

Andächtig lauschten Passanten dem Konzert, das vom Kirchturm zu hören war.

Quelle: Robert Roeske

Geprobt wird immer dienstags. „Vielleicht findet sich mal ein Bläser, der bei uns mitmachen will“, sagt Brunnemann-Rademacher und fügt gleich hinzu: „Ein Anfänger sollte es nicht sein, denn wir haben nicht viel Zeit zum Üben. Wenn wir proben, muss das dann auch klappen.“ Ganz wichtig zur Erweiterung des Repertoires ist das Probenwochenende einmal im Jahr in Zinnowitz. „Da üben wir wirklich nonstop und sitzen abends gemütlich und gemeinsam mit den Angehörigen zusammen.“ Der Teamgeist bei den Turmbläsern ist groß, alle sind froh, gemeinsam musizieren zu können.

Elisabeth Brunnemann-Rademacher leitet zudem das jährliche Benefizkonzert der „Oranienburger Musici“. Dieses findet am Sonntag, 17. September, ab 17 Uhr in der Katholischen Kirche Oranienburg an der Augustin-Sandtner-Straße 3 statt. Der Erlös des Konzertes, das seit zehn Jahren veranstaltet wird, kommt dem Förderverein vom Stationären Hospiz Oberhavel zugute. Elisabeth Brunnemann-Rademacher spielt regelmäßig auf kleinen Feiern im Hospiz. „Es ist so nett da, besser kann es zu Hause nicht sein. Angehörige sind immer willkommen, können auch dort übernachten. Die Bewohner sind menschlich und fachlich bestens umsorgt.“ Der Titel des Konzerts ist „Lebensklänge“.

Von Marion Bergsdorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg