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Oberhavel Musikalische Familie mit Zusammenhalt
Lokales Oberhavel Musikalische Familie mit Zusammenhalt
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02:15 25.01.2016
Schülerin Jasmin Thelen leitete die Chorprobe am Donnerstagabend. Quelle: Foto: Helge Treichel
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Birkenwerder

Jasmin Thelen gibt ein Zeichen – dann stimmt der Chor das alte deutsche Volkslied an: „Verstohlen geht der Mund auf“. Dieser Titel führt allerdings in die Irre. Denn beim Schulchor der Regine-Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder geht der Mund ganz und gar nicht verstohlen auf. Das Ensemble ist mit dem Kulturförderpreis des Landkreises Oberhavel 2015 ausgezeichnet worden. Und Jasmin Thelen durfte den mit 2500 Euro dotierten Preis Anfang Dezember im Kreistag entgegennehmen.

Die 18-Jährige, die sich gerade auf das Abitur vorbereitet, leitet den im Jahr 2002 gegründeten Chor allerdings stellvertretend. Eigentlich gibt in dem Ensemble bereits seit 2008 Stephan Kuechner den Ton an. Der Musiklehrer hat sich allerdings eine Auszeit genommen und hält sich für ein Sabbatjahr (Sabbatical) in Neuseeland auf. Jasmin Thelen übernahm die Vertretung – wie schon zuvor, wenn der Lehrer mal verhindert war.

Ein Hobby, das verbindet

Auch wenn der Chor von einst 35 Mitgliedern auf weniger als die Hälfte geschrumpft ist, die verbliebenen Sängerinnen und Sänger sind mit Spaß und Herzblut dabei. So wie Niels Blazyczek (14), der vor zweieinhalb Jahren dazukam und nebenbei Gitarre spielt. Oder Anna Nobel (14), die ebenfalls seit der 7. Klasse mitsingt und die geschrumpfte Mitgliederzahl nicht schlimm findet: Es gehe jetzt noch harmonischer zu. Die Gruppe passe sehr gut zusammen, sagt auch Lara Schroeder (14). Das gemeinsame Hobby verbinde. Dass ein Chormitglied an der Schule auch an Prestige gewinne, stellt Paulus Hildebrand (16) fest. An Programmen zu unterschiedlichsten Anlässen mitzuwirken, mache ihm viel Spaß, so der Zehntklässler.

Die Interims-Chorleiterin selbst singt seit 2009 mit. Seit zwei Jahren nimmt sie auch Gesangsunterricht an der Musikschule Oberhavel. Sie schätzt das familiäre Gefühl und den Zusammenhalt im Chor. Berufliche Ambitionen verfolgt sie damit allerdings nicht. Musik biete ihr keine Perspektive sagt sie, „eher schon Informatik“.

Jasmin Thelen während der Chorprobe. Quelle: Helge Treichel

„Begeisterung und Disziplin, Einsatz und Können“ zeichne den Chor aus, war sich die Jury einig. Sie würdigte mit dem Kulturpreis die über viele Jahre kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit mit Schülern der 7. bis 13. Klassenstufe. „Dem Chor ist es gelungen, ein interessantes und umfangreiches Freizeitangebot zu schaffen, das weit über den regulären Rahmen einer Schul-AG hinausgeht“, heißt es in der Begründung des

Erinnerungsplakat vom „Vampirical Blut“. Quelle: Helge Treichel

Preisgerichts. „Der hohe Aufwand, der für die eigenen Produktionen betrieben wird, zeige den hohen Anspruch, den sich das Ensemble selbst auferlegt hat.“ Das Repertoire reiche von der eigens komponierten Schulhymne über populäre internationale Lieder bis hin zu kunstmusikalischen Vertonungen. Zum Teil werde fünf- bis achtstimmig gesungen. Das Publikum sei beispielsweise vom selbst geschriebenen Musical „Spiegellos und Blut“ begeistert gewesen. Auftritte hatten die jungen Talente unter anderem im Seniorenklub, in der Asklepios-Klinikoder beim Festakt „20 Jahre Oberhavel“. Mehrfach habe der Chor am Berliner Musikfestival Klangwelten teilgenommen und zudem eine Konzert- und Begegnungsreise nach Polen absolviert.

Am Donnerstag wurde für das Begleitprogramm der Halbjahreszeugnis-Belobigungsfeier am 29. Januar geprobt. Begonnen wird mit den indianischen Lied „Evening Rise“. Am Ende soll die Schulhymne erklingen.

Von Helge Treichel

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