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Mutmaßlicher Motorrad-Dieb schweigt

Prozessauftakt in Oranienburg Mutmaßlicher Motorrad-Dieb schweigt

Vor dem Amtsgericht Oranienburg hat eine Prozess gegen einen mutmaßlichen Dieb begonnen. Er soll in Schildow zwei Motorräder gestohlen haben. Das Diebesgut wurde wenig später von der Polizei aufgespürt. Vieles deutet darauf hin, dass der 23 Jahre alte Angeklagte beteiligt war.

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Quelle: dpa

Schildow. Zwei Bikerfans staunten nicht schlecht, als sie am 4. April 2014 ihre geliebten, für die bevorstehende Saison vorbereiteten Motorräder nicht mehr an ihrem Patz vorfanden, obwohl die KTM des einen und die Suzuki des anderen auf verschlossenen Wohngrundstücken in Schildow abgestellt waren. Darüber hinaus waren sie mit Lenkradschlössern gesichert. Diese Geschichte hat jedoch ein gutes Ende.

Denn die beiden gestohlenen Motorräder, wenn auch mit leichten Kratzern, wurden wenig später in einem VW Crafter in Berlin- Marzahn gefunden. Den hatten aufmerksame Polizisten bis dorthin verfolgt und gesichert. Der Fahrer des Transportes mit polnischen Kennzeichen, indem sich noch zusätzlich eine teure BMW, ein Mountainbike und ein Pedelec befanden, hatte zu Fuß flüchten können.

DNA-Spuren des Angeklagten

Handfeste Indizien weisen jedoch auf Daniel N. hin, der wegen einer anderen Strafsache zurzeit im Gefängnis sitzt. DNA- Spuren im Fahrerhaus des Tatfahrzeuges und Fingerabdrücke an den Motorrädern konnten ihm zugeordnet werden, bestätigte die dafür zuständige Expertin vom LKA Brandenburg am Donnerstag als Zeugin im Prozess gegen den Polen.

Der 23-Jährige ist wegen banden und- gewerbsmäßigen Diebstahls angeklagt. Er schweigt bisher zu den Vorwürfen vor dem Schöffengericht. So musste das Gericht in eine aufwendige Beweisaufnahme gehen, die am ersten Verhandlungstag mit der Vernehmung von acht Zeugen und dem Beschluss am 12. April fortzusetzen endete.

Aussage der beiden Polizisten

Im Mittelpunkt standen dabei die Aussagen der beiden Polizisten aus Frankfurt/Oder, die im Rahmen einer „SOKO Grenzüberschreitende Kriminalität“ den Diebstahl aufdeckten. Sie fuhren in der Tatnacht durch Mühlenbeck Streife. Ihnen fielen ein VW Passat und ein VW Crafter mit polnischen Kennzeichen und hoher Geschwindigkeit in Richtung Autobahn fahrend auf.

Sie entschlossen sich die Verfolgung aufzunehmen, um die verdächtigen Fahrzeuge zu kontrollieren. „Die missachteten unsere Haltesignale und ließen uns neben einander fahrend nicht vorbei. Im Schein der Haltekelle konnte ich zwei Personen im Passat und eine im Transporter erkennen“, sagte einer der Polizisten aus. Inzwischen waren die Flüchtigen auf der Autobahn, an ihren Hinterreifen der Streifenwagen. Das alles bei Tempo 160.

Wilde Verfolgungsjagd durch Berlin

An der Abfahrt Marzahn rasten die beiden VWs in Richtung Stadtzentrum und teilten sich. Die Polizisten entschlossen sich, den Crafter weiter zu verfolgen. Der überfuhr mehrere rote Ampeln, konnte so etwas Abstand gewinnen, stoppen und das Fahrzeug ungehindert verlassen. Einer der Beamten lief noch hinterher, konnte aber in dem unübersichtlichen Parkgelände unweit der Ahrensfelder Berge den Transporterfahrer nicht mehr finden. Inzwischen war Berliner Polizei zur Verstärkung eingetroffen. Die Suche nach den Tätern blieb jedoch ergebnislos – das Diebesgut war allerdings gerettet.

Von Helmut Schneider

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