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Nach 82 Jahren: Auftritt in der Taufkirche

Kremmen Nach 82 Jahren: Auftritt in der Taufkirche

Für Alfred Jahns (82) aus Hohenbruch war die Reise mit dem Posaunenchor Kremmen nach Polen eine ganz besondere: Ein Konzert gaben die Musiker nämlich beim Gottesdienst in der Kirche des kleinen Ortes Slawsko – das ist der Ort, wo Jahns 1935 getauft worden ist.

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Alfred Jahns aus Hohenbruch in der Kirche in Slawsko, in der er 1935 getauft worden ist.

Quelle: Matthias Dill

Kremmen. Für Alfred Jahns war die Fahrt des Kremmener Posaunenchores nach Polen eine Reise in die Kindheit. Der 82-Jährige aus Hohenbruch spielte mit seinen Musikerkollegen in der Kirche in Slawsko. Für Alfred Jahns ein besonderer Ort. Dort ist er einst als Kind getauft worden.

Mehrere Tage lang waren die Mitglieder des Posaunenchores in Polen, um in Darlowo (Rügenwalde) einige Auftritte zu absolvieren. „Ursprünglich sollte der Posaunenchor mit in die Partnergemeinde Suchozebry“, erzählt Matthias Dill von der evangelischen Kirchengemeinde. Eigentlich war alles eingerührt, die Musiker hatten sich das Wochenende Zeit genommen. Doch im Juli war klar, dass der Posaunenchor nicht mitfahren kann. „Ich habe dann die Truppe gefragt, ob sie das ausfallen lassen sollen oder ob wir was anderes machen“, sagt Matthias Dill. Da kam Alfred Jahns ins Spiel. Er kommt aus dem heutigen Polen, „und so kam eins zum anderen.“ Matthias Dill bat Kremmens Erntekönigin Beata Waschinsky um Hilfe. „Ich habe sie gebeten, mal zu recherchieren.“ Ein Wunsch der Musiker war es, in Alt Schlarwe aufzutreten, dem heutigen Slawsko – in der Taufkirche von Alfred Jahns.

Der Posaunenchor in Polen

Der Posaunenchor in Polen.

Quelle: privat

Die Musiker reisten also nach Polen, „und wir wussten selber nicht genau, was uns erwartet“, erzählt Matthias Dill. An zwei Nachmittagen spielten die Kremmener direkt an der Strandpromenade von Darlowo, mit Blick zur Ostsee. „Das ist ein Urlaubsort, und da sind viele Leute bei uns stehengelieben.“ Auch in der katholischen Kirche des Ortes gab es einen Auftritt als Teil des Gottesdienstes.

Alfred Jahns vor der Kirche in Slawsko

Alfred Jahns vor der Kirche in Slawsko.

Quelle: Matthias Dill

In Slawsko ist Alfred Jahns 1935 getauft worden. „Da war ich ein Vierteljahr alt.“ Seitdem war er schon einige Male wieder im Ort und sah auch die Kirche von außen. „Aber drin war ich nicht mehr.“ Bis zu dem Auftritt des Posaunenchores. „Slawsko ist ein ganz kleiner Ort mit 300 Einwohnern, und die Kirche war voll“, sagt Matthias Dill. „Es waren auch relativ viele jüngere Leute da.“ Für alle Beteiligten war es sehr spannend, „denn sie wussten auch nicht, was wir spielen werden.“ Der Posaunenchor allerdings vorher auch nicht ganz genau. „Wir haben uns durch Gesten verständigt und Lieder ganz spontan nach der passenden Stimmung gespielt“, berichtet Dill. Alfred Jahns hatte große Freude daran, und er sagt: „Das kann man gern wieder machen.“

Von Robert Tiesler

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