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Nach Dreierfusion etabliert

Bürger für Gransee sind ein gutes Jahr präsent in der Stadt Nach Dreierfusion etabliert

Entstanden sind sie aus drei Bürgerinitiativen der Stadt – gemausert haben sie sich zu einer Wählergemeinschaft. Sie sind drin im poltischen Geschäft.

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Bürger für Gransee (von links): Peter Seel, Sigrid Schlauer, Axel Leben, Martina Witzlau, Reiner Glass.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Aus „drei mach eins“ – das war die Devise der drei Granseer Bürgerinitiativen vor nicht einmal anderthalb Jahren. Das Resultat des Zusammenschlusses vor der Kommunalwahl 2014: Bürger für Gransee (BfG). „Wir hatten gemeinsame Ziele und wollten ins Parlament“, sagte Axel Leben bei der Ein-Jahres-Party der Wählergemeinschaft, die sich aus den Bürgerinitiativen NoJump, TAV und Für mehr Demokratie und Transparenz in Gransee zusammensetzt. Nach einem „Turbo-Wahlkampf“ ergatterten Sigrid Schlauer und Martina Witzlau einen Platz in der Stadtverordnetenversammlung. „Ich war sicher etwas blauäugig“, sagt Martina Witzlau über ihr erstes Jahr parlamentarischer Arbeit. „Ich dachte, dass dort konstruktiv diskutiert wird. Das war nicht so. Einige Alteingesessene habe ich schon öfter mit den Augen rollen sehen, wenn wieder mal von den jungen Wilden nachgefragt wurde.“ Sigrid Schlauer kennt die Arbeit als Stadtverordnete bereits aus den 90er-Jahren. „Damals hatte ich mich ausgeklinkt, weil alles nur noch abgenickt wurde. Voriges Jahr beklagten sich viele Leute, dass es so nicht weitergehen kann, wenn sich etwas bewegen soll. Deshalb kandidierte ich.“

Drei größere Themen hatten sich die Bürger für Gransee – ihrer BI entsprechend – auf die Fahne geschrieben: Transparenz, Trink- und Abwasserverband und Fluglärm. „Unsere Forderung nach mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen und in der Arbeit der Verwaltung hat erste Früchte getragen“, sagt Axel Leben. So seien Protokolle heute deutlich korrekter und im Internet nachlesbar. Die Einführung des Ratsinformationssystems sei der nächste Schritt. Er bescheinigt der Verwaltung gerade wegen des knappen Personals eine gute Arbeit, erinnerte aber „an die zentrale Aufgabe des Amtes, Dienstleister zu sein“.

Als einen Erfolg der Wählergemeinschaft sieht Sigrid Schlauer die Entwicklungen im Trink- und Abwasserverband. „Wir wehrten uns gegen die Altanschließerbeiträge. 100 Leute zogen vors Gericht. Der TAV war schockiert. Auf die außergerichtliche Einigung sind wir schon ein bisschen stolz.“ Auf die Fahne schreiben sich die Bürger für Gransee die Aktivierung des Widerstandes gegen den Fluglärm. „Der Protest war schon mal kurz tot“, sagt Peter Seel. Und nach der Gründung der Arbeitsgruppe Flugplatz Gransee sei bei der Besetzung an den BfG kein Vorbeikommen gewesen. Seel: „Wir sind dabei und müssen immer wieder Druck machen, um Erfolg zu haben, aber auch informiert zu werden.“ Was die Bürger für Gransee sich wünschen und fordern: „Dass die Leute ernstgenommen werden.“

Von Stefan Blumberg

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