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Oberhavel Nach Liebesparade: Polizei sucht nach Drogen
Lokales Oberhavel Nach Liebesparade: Polizei sucht nach Drogen
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09:54 27.07.2015
Speziell ausgebildete Drogenhunde kamen bei der Verkehrskontrolle zum Einsatz. Quelle: Helmut Schneider
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Stolpe

Es ist Sonntagfrüh 6 Uhr. Die wenige Kilometer entfernte Hauptstadt schläft noch. Auf dem Rastplatz Stolper Heide-Ost herrscht jedoch emsiges Treiben. Beamte der Polizeiinspektion Oberhavel führen hier an der A 111 stadtauswärts eine akribisch vorbereitete Verkehrskontrolle durch. Denn am Vortag startete vom Petersburger Platz aus eine Techno-Party, unter dem Motto „Zug der Liebe“, durch die Berliner Bezirke Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Kreuzberg. Zwischen 15.000 bis 25.000 Teilnehmer waren dabei. Deshalb wird neben den üblichen Überprüfungen der Zulassungspapiere und des technischen Zustandes des Fahrzeugs auf Drogen und Alkohol kontrolliert. Die Polizeibeamten Jens Ulrich sind Experten in Sachen Betäubungsmittel und halten entsprechende Vorträge an der Polizeifachhochschule Oranienburg. „Ich verteufele nicht generell Drogen, aber sie haben nichts im Straßenverkehr zu suchen – das zu verhindern, ist der Hauptzweck des heutigen Einsatzes“, so Rittmüller.

Ab 1,1 Promille zur Blutabnahme

Inzwischen hat sich der Rastplatz mit herausgewinkten Autos gefüllt. Insgesamt 60 Beamte in gelben Warnwesten sind im Dienst, darunter sechs aus Berlin, die von vier Verkehrspolizisten unterstützt werden. Jeder kennt genau seine Aufgabe und seinen Platz.

Schon sieht man müde aussehende junge Männer mit dem „Rombergtest“ konfrontiert. Sie müssen mit geschlossenen Füßen und Augen, den Kopf in Nacken und ausgestreckten Armen still stehen, nach ihrem Empfinden 30 Sekunden lang. Bei Alkohol- oder Drogenkonsum ist das Gleichgewichtsgefühl gestört. Sollten dabei die Augenlider zittern und Stirnschweiß auftreten, erhärtet sich für die Beamten der Verdacht. Diese Voruntersuchungen sind freiwillig. Weitere Voruntersuchungen sind der Speichel - und der Urintest. Für Letzteres stehen zwei Dixieklos zur Verfügung. Und natürlich wird gepustet, gehört der Atemalkoholtest zum Programm. Ab 1,1 Promille geht es dann zur Blutabnahme. Für diese Prozedur ist Arzt Michael Sperber zuständig, der in seinem rollenden Sprechzimmer nach eineinhalb Stunden schon sechsmal zur Nadel greifen musste: viermal Drogen, einmal Alkohol und einmal beides.

„Bei Sturzhelmen kenne ich keine Gnade“

Inzwischen ist auf dem Rastplatz Hochbetrieb. Wegen der Verkehrskontrolle wurde die Autobahn an dieser Stelle auf eine Spur verengt und Tempo 40 vorgegeben. Zur Abschreckung steht gut sichtbar ein Blitzer, gedacht als Schutz für die Polizisten, die mit ihren Kellen Fahrzeuge hineinwinken. Der Verkehr nach Norden staut sich bis zur Raststätte Stolper Heide zurück.

Polizist Robert Nartschi kontrolliert ein Motorrad auf Verkehrssicherheit. Er hat nichts zu beanstanden. Gern werden von den Bikern Auspuff und Reflektoren verändert, erklärt er. „Bei Sturzhelmen kenne ich keine Gnade, entsprechen die nicht dem Sicherheitsstandard, bleibt die Maschine stehen“.

Acht Pkws stehen mittlerweile am Rand abgestellt, weil ihre Fahrer als fahruntüchtig aus dem Verkehr gezogen worden sind. Erfolg melden die Hundeführer Hardy Müller und Dieter Schmidt. Viermal haben ihre beiden Schäferhunde Drogen gefunden.

Von Helmut Schneider

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